Sturmschäden vermeiden

Der Temperaturanstieg in den letzten 100 Jahren führte zu größerem Energietransport und somit zu größeren Wetteraktivitäten. Winterstürme wie Sommerstürme sind heute auch in Deutschland häufiger als je zuvor. Die Gebäudeversicherungen schlagen Alarm. Ein Grund, sich mit Maßnahmen gegen Sturmschäden an Gebäuden zu rüsten.

Guter Tipp: Sturmklammern verwenden

Eine einfache und günstige Maßnahme sind Sturmklammern, die es im Handel für unterschiedlichste Dachpfannen zu kaufen gibt: Von einem Experten mit wenigen Handgriffen beim Verlegen der Deckstoffe angebracht, verursachen sie nur wenig Mehrkosten. Aber sie verringern deutlich die Auswirkung von Windsog und geben den Dachpfannen einen sichereren Halt gegen Abrutschen.


Wie viele Sturmklammern pro Dach benötigt werden, hängt von mehreren Faktoren ab, die nur ein Experte vor Ort mit Sicherheit angeben kann. Hierzu zählen die entsprechende Windzone (nach DIN-Norm festgelegt), die Gebäudehöhe, die Dachform und -neigung sowie das verwendete Deckmaterial und dessen Gewicht.

 

Flachdächer begrünen

Übrigens sind Flachdächer genauso Wind- und Sogkräften ausgesetzt. Da heutzutage sehr viele Flächen vollständig versiegelt werden, bietet sich bei dieser Dachform eine Begrünung zur Festigung an. Diese schützt auf natürliche Art die vorhandene Abdichtung und hält im gewissen Umfang Niederschläge durch Speicherung zurück. Voraussetzung hierfür ist natürlich das erforderliche Tragwerk und die fachgerechte Abdichtung, um eine Dachbegrünung aufzubringen.

Seit 1.3.2011 gibt es eine neue Fachinformation des ZVDH (Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks) zur Windsogsicherung. Damit wird das Verfahren zur Ermittlung von Windsoglasten und des Widerstandes von unbefestigten und befestigten Dacheindeckungen sowie die Nachweisführung der Lagesicherheit neu geregelt.

Da aber eine absolute Sturmsicherheit nicht über die gesamte Lebensdauer eines Daches gewährleistet werden kann, empfehlen Experten eine möglichst regelmäßige Dachinspektion durch einen Fachmann – etwa alle zwei Jahre oder aber nach einem großen Sturm. Denn schon kleine Risse oder  verschobene Dachpfannen können zu Folgeschäden führen, die es nicht nur für die Versicherer unbedingt zu vermeiden gilt.

Kommentar schreiben




  Country flag
biuquote
  • Kommentar
  • Live Vorschau
Loading