Holzschutz – ist er immer notwendig?

Ob statische oder nicht statische Konstruktionselemente: Holzschutz ist nicht einfach mal hergezaubert.

Hölzer sind unterschiedlich resistent gegen Befall durch holzzerstörende Insekten oder Pilze. Durch verschiedene konstruktive Wege und die richtige Wahl der Holzart kann auf manchen chemischen Holzschutz verzichtet werden, denn nicht jedes Holz benötigt die gesamte Bandbreite an Holschutzmitteln. Deshalb: Bevor Sie sich giftiger Substanzen bedienen, sind Zurückhaltung und eine genaue Planung geboten.
 

Von Resistenz- und Gebrauchsklassen

Hölzer unterteilt man in sogenannte Resistenzklassen von eins bis fünf. Vertreter der Klasse 1 sind besonders resistent gegen holzzerstörende Insekten oder Pilze, jedoch finden sich dort nur importierte, meist tropische Baumarten. Ab Klasse 2 finden wir bekannte Arten wie beispielsweise die europäische Eiche. Diese sind im Gegensatz zu den Hölzern der Klasse 1 („sehr dauerhaft“) nur „dauerhaft“ resistent.
 
Eine Einteilung findet ebenso bei den Gebrauchsklassen / Gefährdungsklassen statt. Dort werden verschiedene Gebrauchsbedingungen widergespiegelt, welche die Anforderungen von Holzschutzmitteln definieren. Ob Innen- oder Außenbauteile, die Feuchtigkeit und somit die Anfälligkeit für verschiedene holzzerstörende Pilze oder Insekten ist je nach Gebrauch unterschiedlich. Abgedeckte Bauteile ohne Bodenkontakt (z.B. im Dachgeschoss) müssen nicht in jedem Fall gegen Pilzbefall geschützt werden, aber das hängt natürlich auch von der Dauerhaftigkeit des verwendeten Holzes ab.
 
Wichtig ist, sich als Bauherr immer sehr gut beraten zu lassen und sich zu informieren, denn er entscheidet als Auftraggeber über die anzuwendenden Holzschutzmaßnahmen. Und wer möchte schon unnötig Chemikalien in den eigenen vier Wänden haben?

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