Das Bad, das sich selber sauber hält: Was ist dran am „Lotuseffekt“?

Die neue Nano-Technologie macht’s möglich: Mit "Lotuseffekt" wird die wasserabweisende und selbstreinigende Eigenschaft von einer speziellen Oberflächenbeschichtung z.B. auf Fliesen bezeichnet.

Wer träumt nicht davon: Kein Scheuern und Schrubben mit aggressiven Putzmitteln im Badezimmer und damit jede Menge Reiniger und Arbeit sparen. Kalk, Säuren und Laugen können die Fliesen nicht mehr angreifen, weil diese keine Oberflächenhaftung mehr haben, sondern mit dem Wasser abgespült werden... mitsamt dem Schmutz.

Die Natur macht´s vor

Die Struktur des Lotusblattes war hier Vorbild und gab dem Effekt seinen Namen. In der Natur soll nicht mal Kleber am Blatt haften bleiben. Im Badezimmer würden die Nano-Oberflächen nach kurzem Abspülen oder nach nur einem Wisch heller scheinen und vollkommen sauber sein. Sehr gut für die Umwelt, noch besser für die Hausarbeit. Soweit die Hersteller. 

Auch ein Bad mit Lotuseffekt will gepflegt sein

Seltsam nur: Handel und Industrie bieten zeitgleich spezielle Pflegeserien und Reinigungstücher (diese wiederum nicht alle ökologisch abbaubar) für die Nano-Oberflächen an. Also reicht Abspülen allein doch nicht?

Da die Vielfalt der angebotenen Produkte ständig zunimmt, ist es unbedingt erforderlich, die Reinigungs- und Pflegehinweise des jeweiligen Oberflächenherstellers zu beachten und ggf. Vorversuche durchzuführen! Denn nicht jede Oberflächenstruktur – High Tech hin oder her – ist von gleich guter Qualität. Denn auch eine Nano-Beschichtung und damit der unbestritten schöne Effekt kann bei falscher Pflege abgetragen werden.

Der Traum von Bad, das sich vollkommen selber reinigt, muss wohl noch etwas warten...

Gesundheitsgefahr: Schimmel in der Wohnung

Wie entsteht er? Worin liegt seine Gefahr? Was kann man dagegen tun?

Jeder weiß: Schimmel entsteht durch Feuchtigkeit. Man entdeckt ihn zuerst in schlecht belüfteten Zimmerecken oder an ungedämmten Außenwänden. Der Grund sind Leckagen, zum Beispiel durch defekte Fallrohre oder aufsteigende Feuchtigkeit im Fundamentbereich eines Hauses. Wenn der Schimmel bereits sichtbar ist, hilft auch kein Lüften mehr.


Die Auswirkungen von Schimmelbefall sind weitreichend

 

Langfristig droht zudem die Gefahr, dass selbst die Bausubstanz angegriffen wird und das Haus an Wert verliert. Doch viel schlimmer: Schimmel verursacht Krankheiten. Gefährlich sind dabei seine winzig kleinen Sporen, die über die Atemluft in den menschlichen Organismus gelangen.Dort können sie Allergien und Atemwegserkrankungen hervorrufen. Und schon eine Berührung des Schimmelpilzes kann zu Hautirritationen führen. Für all das reicht bereits ein geringer Befall.


Taucht Schimmel in Wohnräumen auf, sind in der Regel auch Möbel, Gardinen und Kleidung betroffen, selbst wenn das zunächst nicht so aussieht. Und: Schimmelsporen sind hartnäckig!
Es empfiehlt sich daher, alles gründlich zu reinigen und zu desinfizieren. Natürlich kann man selbst mit vielen guten Tipps von Freunden, Essig oder Schimmelentferner aus dem Baumarkt versuchen, ihm zu Leibe zu rücken.


Schimmelentfernung ist Profisache

 

Besser und effektiver ist es allerdings, sich sofort an einen Fachmann zu wenden. Dieser riegelt den betroffenen Bereich eines Hauses hermetisch ab, damit sich der Schimmel nicht weiter ausbreiten kann, arbeitet mit ggf. gleich mit Schutzhandschuhen und Atemschutzmaske. Vor allen Dingen beseitigt er nicht nur den Schimmel an Wänden endgültig, sondern auch dessen Ursache.

 

Wenn Sie unsicher sind, ob Sie Schimmel an verborgenen Stellen in Ihrer Wohnung oder im Haus haben, fragen Sie einen Baubiologen um Rat. Er kann Feuchtigkeit messen und den Schimmel im Ernstfall identifizieren.

Bessere Luft zum Atmen

Schlechtes Raumklima macht krank. Ausgesuchte Zimmerpflanzen können da Abhilfe schaffen – ganz natürlich!

Der Mensch verbringt mindestens zwei Drittel seiner Lebenszeit in Innenräumen. Gute Raumluft trägt maßgeblich zur Steigerung des Leistungsvermögens bei und ist unbestritten wichtig für Wohlbefinden und Gesundheit. Aber was bringt Lüften in der Großstadt? Und wie kann man sich und seine Schleimhäute gegen trockene Büroluft  durch Klimaanlagen schützen? Was tun gegen chemische Ausdünstungen von Möbeln und Böden, die oft Kopfschmerzen hervorrufen?

Bessere Raumluft, weniger Schadstoffe

Ein Klassiker: der berühmte Ficus Benjaminus oder auch der Gummibaum. Beide filtern schädliches Formaldehyd aus der Luft und sind dabei unschlagbar pflegeleicht. Aber es gibt weitaus mehr Pflanzen, die als Luftreiniger, Sauerstoff- und Feuchtigkeitslieferanten in Frage kommen: Gewächse wie Fensterblatt, Papyrus- oder Zyperngras können über die Blattoberfläche viel Wasser verdunsten und so die Atemluft anfeuchten. Das schafft auch die Gerbera, die mit ihren schönen Blüten nicht nur als effektiver Schadstoffvernichter wirkt, sondern auch noch hübsch anzusehen ist.

Ein wahrer Alleskönner scheint das Einblatt: Es blüht regelmäßig, gibt viel Feuchtigkeit ab und entfernt besonders gut Alkohole, Aceton, Trichlorethylen, Benzol und Formaldehyd aus der Luft. Pflanzen wie Birkenfeige und Zimmeraralies sollen angeblich innerhalb weniger Stunden 80 Prozent des Formaldehydgehaltes aus der Luft aussondern. Der Schlangenwurz ist eine immergrüne Staude, die hervorragend Ammoniak filtert. Einer der ältesten Pflanzen der Welt, der Schwertfarn, absorbiert Schadstoffe ebenfalls effektiv, ist ein großartiger Luftbefeuchter und vermittelt – gut gepflegt – ein bisschen Exotik. Besonders für das Schlafzimmer geeignet: die echte Aloe, Bogenhanf oder Osterkaktus. Sie nehmen nachts Kohlendioxid auf und geben Sauerstoff ab. Die Fenster können dabei auch geschlossen bleiben.

Schattige Balkone oder direkte Sonne – welche Pflanzen sind geeignet?

Bei der Bepflanzung des Balkons ist es wie mit Immobilien-Preisen: Es kommt auf die Lage an – eine Einführung für Anfänger.

Mit dem Frühling beginnt wieder die richtige Zeit, den Balkon zu verschönern. Wer nicht gerade einen japanischen Zen-Garten anlegen will, muss nur ein paar Dinge wissen: Die meisten Pflanzen lassen sich wunderbar in Kübeln oder in Töpfen kultivieren, deshalb kann man  mit fast jeder Pflanze den Balkon begrünen. Ob einen Monat früher oder später gepflanzt wird ist nicht so wichtig, es darf nur keine Nachtfröste mehr geben.

Die typischen Balkonpflanzen sind zum Beispiel Geranien, Petunien, Begonien, Männertreu, Stiefmütterchen und Margariten. Einfach bunt in Balkonkästen zusammengewürfelt sehen sie schon toll aus. Die dichten Blütenteppiche, die man mancherorts die Balkonbrüstungen hinab wachsen sieht, sind übrigens gut gepflegte Petunien oder Geranien.

 

Die passende Pflanze für jeden Balkon

 

Doch jede Pflanze hat unterschiedliche Bedürfnisse, was die Sonnenlage angeht. Es reicht also nicht, fröhlich drauf los zu pflanzen und umzutopfen.

Ein Balkon in voller Sonnenlage kann sich beispielsweise mit Geranien, Zinnien, Mittagsgold oder Vanilleblume schmücken. Zeitweilig beschattete Balkone sind ideal für Engelstrompeten, Dahlien oder Männertreu. Manche Sorten gedeihen sogar viel besser im Schatten, während sie in der Sonne alles hängen lassen, nur spärlich oder gar nicht blühen. Funkien und auch Farne sind für den Schatten die idealen Kübelpflanzen. Begonie, Fuchsie oder Efeu mögen überhaupt keine direkte Sonne. Hier sei für den Anfänger mit Nordbalkon besonders der Efeu empfohlen, da er sich auch noch besonders gut eignet, unschöne Ecken durch üppigen und blickdichten Wuchs zu verstecken.

Einer der schnellwachsenden Efeuarten heißt übrigens „Selbstklimmender Mauerwein 'Engelmannii'“. Absolut robust schafft es diese Pflanze, an fast allen Oberflächen empor zu klettern. Im Herbst färbt sich das ansonsten grüne Blattwerk dann wunderschön goldrot. Aber Achtung: Mit einer Höhe von  bis zu 6 Metern kann er allerdings auch problemlos zum Nachbarbalkon hochklettern, was nicht jeden freut!

Kleiner Raum, was tun? Oder: Wann ist eine Küche eine Küche?

Angeblich ist die Hälfte aller deutschen Küchen unter 10 Quadratmeter groß. Wie bringt man da eine Küche unter?

Eines ist klar: Damit die Küche ein geselliger Ort zum Essen, Trinken und Reden wird, braucht es eigentlich keinen großen Platz. Das beweist jede zweite Party: Wenn sich alle Gäste stehend in die dafür viel zu kleine Küche drängen, obwohl reichlich Platz in den anderen Wohnräumen vorhanden ist.

In der richtigen Farbe und mit der richtigen Beleuchtung kann man viel Flair hinzaubern. Aber wie sieht es aus mit der Funktionalität? Auch klar: Bei wenig Platz müssen Prioritäten bei den Gerätschaften gesetzt werden. Braucht es wirklich Geschirrspüler, Mikrowelle UND Herd? Oder reichen zwei Kochplatten?


Aufwendige Planung versus Kompaktküche


Die individuelle Planung auch der kleinsten und einfachsten Küchenzeile (bis 140 Zentimeter Breite) kann beim Profi-Planer (mit Aufbau und Lieferung) schnell über 2500 Euro kosten (inklusive Kühlschrank, Spüle, Armatur und zwei Herdplatten).

Alternativ und für Singles und Studenten sehr beliebt: die Kompaktküche, die der Handel längst als Produktbereich entdeckt hat - In einem Block mit zwei Türen, darin ein Kühlschrank, oben auf die Spüle und zwei Herdplatten. Gibt es schon ab 400 Euro in der allereinfachsten Version. Und ohne Armatur. Warum das so ist, weiß nur der Handel.

Noch kleiner mit 100 Zentimeter Breite, aber dafür extrem stylisch und angesagt ist die sogenannte „Kitcase Kitchen“ oder Mobilküche.
Mit über 2300 Euro schlägt diese allerdings auch die individuell geplante Miniküche im Preis. Das Case wurde ursprünglich für Messen und Touren konzipiert: schwarzer Kunststoff mit Alu-Rahmen auf Rädern. Alles drin und dran. Sieht aus wie ein Koffer, ist auch einer. Man kann ihn auch einfach zuklappen, sollte man dem Besuch vorgaukeln, man habe die Wohnung noch nicht fertig eingerichtet und die Koffer noch nicht ausgepackt...