Zum Schutz der Wärmedämmung

Eine gute Dämmung soll es sein! Doch was ist mit der Luftabdichtung? Hier dürfen Dampfbremse und Windabdichtung nicht fehlen. Diese gewähren idealen Schutz vor äußeren Einflüssen wie Wind und Feuchtigkeit.

Alle Dämmungen haben im Inneren Poren, die mit Luft gefüllt sind – darauf beruht die dämmende Wirkung. Es ist wichtig, dass keine Luftbewegung im Material stattfindet. Zu viel Feuchtigkeit in einer Dämmung ist ebenfalls fehl am Platz – hier kommt die Dampfbremse zum Einsatz.

 

Der Diffusionswiderstand

Dampfbremsen können aus verschiedenen Stoffen bestehen. Kennwert bei allen Materialien ist der Diffusionswiderstand, welcher den Feuchtigkeitseintrag in einer Konstruktion regelt. Neu: Es gibt Produkte mit einem feuchtigkeitsvariablen Diffusionswiderstand. Dieser ändert sich je nach Jahreszeit und passt sich den Wärmeverhältnissen im Sommer und im Winter an. Dampfbremsen mit dieser Eigenschaft eignen sich besonders gut. Es ist empfehlenswert, sich bei Fachleuten zu informieren. Eine optimale Beratung bei Bau- oder Sanierungsvorhaben steht an erster Stelle. So kann man Risiken klären und sich absichern.

 

Die perfekte Ausführung...

… verhindert späteren Ärger und Frust. Dampfbremsen müssen unbedingt sorgfältig und genau angebracht werden. Mangelndes Verkleben bei Bahnüberlappungen, kleinste Fugen, welche den Eintritt von Raumluft in die Dämmung ermöglichen, können schwere Folgen haben. Bei Fehlern kann durch Luftströmung die Raumfeuchte in die Konstruktion gelangen. So können sich mehr als 100 g Feuchtigkeit pro Tag als Tauwasser ansammeln und die Grundlage für Schimmelbildung sein. Auch die Heizkosten leiden darunter.

 

Also sorgen sie nicht nur für gute Dämmung, sondern auch für den Schutz drum herum. Ein allseitig abgeschlossener Dämmstoff hält dann mit Sicherheit auch, was er verspricht!

Holzschutz – ist er immer notwendig?

Ob statische oder nicht statische Konstruktionselemente: Holzschutz ist nicht einfach mal hergezaubert.

Hölzer sind unterschiedlich resistent gegen Befall durch holzzerstörende Insekten oder Pilze. Durch verschiedene konstruktive Wege und die richtige Wahl der Holzart kann auf manchen chemischen Holzschutz verzichtet werden, denn nicht jedes Holz benötigt die gesamte Bandbreite an Holschutzmitteln. Deshalb: Bevor Sie sich giftiger Substanzen bedienen, sind Zurückhaltung und eine genaue Planung geboten.
 

Von Resistenz- und Gebrauchsklassen

Hölzer unterteilt man in sogenannte Resistenzklassen von eins bis fünf. Vertreter der Klasse 1 sind besonders resistent gegen holzzerstörende Insekten oder Pilze, jedoch finden sich dort nur importierte, meist tropische Baumarten. Ab Klasse 2 finden wir bekannte Arten wie beispielsweise die europäische Eiche. Diese sind im Gegensatz zu den Hölzern der Klasse 1 („sehr dauerhaft“) nur „dauerhaft“ resistent.
 
Eine Einteilung findet ebenso bei den Gebrauchsklassen / Gefährdungsklassen statt. Dort werden verschiedene Gebrauchsbedingungen widergespiegelt, welche die Anforderungen von Holzschutzmitteln definieren. Ob Innen- oder Außenbauteile, die Feuchtigkeit und somit die Anfälligkeit für verschiedene holzzerstörende Pilze oder Insekten ist je nach Gebrauch unterschiedlich. Abgedeckte Bauteile ohne Bodenkontakt (z.B. im Dachgeschoss) müssen nicht in jedem Fall gegen Pilzbefall geschützt werden, aber das hängt natürlich auch von der Dauerhaftigkeit des verwendeten Holzes ab.
 
Wichtig ist, sich als Bauherr immer sehr gut beraten zu lassen und sich zu informieren, denn er entscheidet als Auftraggeber über die anzuwendenden Holzschutzmaßnahmen. Und wer möchte schon unnötig Chemikalien in den eigenen vier Wänden haben?

Energiesparen mit dem Wärmedämmverbundsystem

Bei den steigenden Energiepreisen wird es immer wichtiger, möglichst sparsam zu sein. Bei Umbauten oder Neubauten kann ein Wärmedämmverbundsystem (WDVS) viel bewirken. Dabei sollte man Kosten kontrollieren und auf eine perfekte Ausführung achten.

Drei Hauptkomponenten sind Bestandteil des WDVS. Dämmplatten, Armierung und Oberputz werden auf die tragende Außenwand aufgebracht. An erster und natürlich wichtigster Stelle stehen die Dämmplatten, welche mit Dübeln befestigt oder auf die Außenwand geklebt werden.
Die Armierungsschicht wird auf die gesamte Dämmplattenschicht aufgebracht. Diese besteht aus Armierungsmörtel und -gewebe. Diese Schicht trägt den Oberputz und soll vermeiden, dass sich Risse bilden.

Der U-Wert

Wie viel Energie spart welcher Dämmstoff? Der U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) gibt Antwort. Je niedriger Dieser, desto weniger Wärme fließt durch den Dämmstoff und das spart Energie.
Bewährt haben sich Dämmungen aus expandiertem Polystyrol (EPS) oder Mineralwolle. Sie nehmen kaum Wasser auf, sind langlebig und isolieren gut. Genormte und bauaufsichtlich zugelassene Systeme sollten gekauft werden, denn hier hat die Qualität höchste Priorität.

Sachgemäße Montage

Ein Wärmedämmverbundsystem zu montieren, ist sehr aufwendig. Das komplette Gebäude muss eingerüstet werden und plötzliche Wetterextreme bei der Bauphase führen eventuell zu Schäden. Das bringt nicht nur Ärger, sondern auch unvorhergesehene Kosten. An den Handwerker, welcher das WDVS anbringt, werden hohe Anforderungen gestellt. Bei unsachgemäßer Ausführung sind z.B. Risse am Außenputz, Schimmel- und Algenbildung die Folgen.

Vorteile des WDVS

Sparen - ein Vorteil, welcher wohl der Hauptgrund ist, ein Gebäude mit WDVS auszustatten. Heizkosten können minimiert werden, weil die gedämmten Wände die Wärme dort halten, wo sie sein soll, nämlich im Haus. Großer Vorteil ist auch, dass die Dämmung nachträglich angebracht werden kann, was das Sanieren wesentlich attraktiver macht.
Also: Informieren Sie sich und sparen Sie für sich und die Umwelt! 

Vom Stand-WC zum Wand-WC: Die neuen selbsttragenden Sanitärmodule

Keine Stemm- und Fliesenarbeiten, keine Vorwandinstallation, kein Dreck und kein Lärm: Bei den neuen bodenstehenden Sanitärmodulen, die das Klosett stabil und formschön halten und alle Sanitärtechnik elegant verdecken, braucht es nur noch den Installateur.

Bei den neuen Wand-WC-Modulen verschwinden der altbekannte Aufputz-Spülkasten sowie sämtliche Wasserab- und Zulaufanschlüsse raffiniert hinter zeitloser und formschöner Fassade. Mit einer Bautiefe von nur 10,5 Zentimetern wurde insbesondere der „Monolith“ des Anbieters Geberit im vergangenen Jahr mit dem „iF product design award 2010“ ausgezeichnet. Seit 1953 gilt dieser Preis als Markenzeichen für die Auszeichnung guter Gestaltung.

Das neue Highlight im Badezimmer

Hochwertige Materialien wie Sicherheitsglas im Frontbereich (in schwarz-, weiß- oder mintfarben) und gebürstetem Aluminium oder Kunststoff in der Seitenverkleidung, lassen die ganze Kompletteinheit äußerst edel erscheinen.

Dabei nutzt das Modul bestehende Wasser- und Abwasseranschlüsse (funktioniert für  Boden- und Wandabläufe gleichermaßen), womit bauliche Anpassungen komplett überflüssig werden. Die Montage erfolgt schnell und sauber durch den Sanitärinstallateur. Weitere Gewerke sind nicht erforderlich und das WC kann nach wenigen Stunden wieder vollständig genutzt werden. Ideal für den Austausch von Stand-WCs mit aufgesetztem Spülkasten, bei einer Ablaufhöhe über 23 cm, zur Montage vor einer Massivwand oder auf Fertigfußboden. Das Modul trägt sich selbst, kann sich in der Höhe bis auf 2 Zentimeter ausgleichen und verfügt über eine Zwei-Mengen-Spülung mit einstellbarer Spülmenge.

Soviel Funktion und Schönheit hat natürlich auch ihren Preis. Dafür spart man aber auch Maurer und Fliesenleger und muss nicht bei der Nachbarin klingeln.

Alptraum für Hausbesitzer: Der „Echte Hausschwamm“

An baulichen Anlagen und in Gebäuden gibt es über 60 verschiedene Arten holz-zerstörender Pilze. Aber nur einen, der auch Mauerwerk durchwächst und damit die Tragfähigkeit des Hauses angreifen kann. Doch was früher noch einem Todesurteil für den Wert einer Immobilie gleichkam, ist heute – vor allem bei alten Gebäuden – arbeitsaufwendiger Alltag.

Während manche Pilzarten Zellulose abbauen oder auch Lignin, haben alle eins gemein: dass sie in unterschiedlichstem Maße verbautes Holz zerstören. Wachsen die einen nur am Holz, können andere mineralische Bauteile wie Mauerwerk überwachsen und sogar durchdringen: Dazu gehört der „Echte Hausschwamm“ (Serpula lacrymans).
Versteckt wächst er zum Beispiel unter dem Dielenboden oder hinter Putz jahrelang vor sich hin und kann sich in aller Ruhe im Mauerwerk und auch in anderen mineralischen Bauteilen großflächig ausbreiten. Und das – je nach Temperatur und Feuchtigkeit – bis zu 10 Millimetern täglich! Eine ziemlich unappetitliche Vorstellung.

 

Effektiv vorbeugen

Seine Ausbreitung kann im Wesentlichen nur durch die Abwesenheit von Feuchtigkeit gestoppt werden. Trockene Bauteilbereiche sind nicht überwindbar, genauso wie komplett nasse Bereiche. Auch ein stetiger Luftzug bei luftigen Baukonstruktionen ist ein Hindernis. 

Wenn der Befall da ist

Ein bekannter Befall muss also umgehend bestimmungsgemäß durch einen Sachverständigen für Holzschutz untersucht und anschließend durch einen sachkundigen Fachmann bekämpft werden. Dies hat beim Hausschwamm unbedingt unter Einhaltung der DIN 68800 Teil 4 zu erfolgen. Das WTA-Merkblatt „Der Echte Hausschwamm“ gibt eine gute Anleitung zur Bekämpfung und Vorbeugung von Schäden.

Oft sind großflächige Sanierungsarbeiten nötig: Dann muss alles Holz weiträumig entfernt und gegebenenfalls Teile des Mauerwerks abgerissen oder mit Schwammsperrmittel behandelt werden. Danach werden die tragenden und befallenen Bauteile – ebenfalls von einem Fachmann und unter Einbeziehung eines Statikers – rundum erneuert. Das hört sich nicht nur aufwendig an, das ist es auch! Werden diese Arbeiten allerdings nicht gemacht, führt dies zum deutlichen Wertverlust des Gebäudes. Jede Menge Ärger gibt es auch, wenn das Haus zum Beispiel kurz vor Bekanntwerden oder auch bei Verschweigen des Befalls verkauft wurde. Dann droht auf jeden Fall eine Erfolg versprechende Schadensersatzklage oder auch gleich die Anfechtung des Verkaufs. Deshalb sollten die Bekämpfungsmaßnahmen unbedingt dokumentiert und für einen möglichen späteren Verkauf festgehalten werden.
 

Schwammbefall nicht ignorieren

Klar wird die ganze Aufregung, wenn man weiß, worin die gesundheitlichen Gefahren eines Hausschwammbefalls tatsächlich bestehen: Es ist weniger eine Gefahr der Milliarden von Sporen, sondern vielmehr einstürzender Holzbalkendecken und Holztragekonstruktionen. Daher sind die Bekämpfung und eine anschließende Tragwerkssanierung in allen Bundesländern in allen Landesbauordnungen bauaufsichtlich gefordert. In Sachsen und Thüringen ist er sogar meldepflichtig. Also: weggucken gilt nicht.