Die Wohnwelt in Farbe

Den Mut zur Farbe finden - das ist leichter gesagt als getan. Sie vermitteln eine gewisse Stimmung oder sollen unsere Empfindungen beeinflussen.

Die Grundwirkungen einzelner Farben sollte man deshalb nicht außer Acht lassen. Hier eine kleine Übersicht:

 

Gelb: Sonnig und positiv! Räume erscheinen größer, es verschafft uns Energie für geistige Tätigkeit, regt Konzentration und Gespräche an.

 

Orange: Die entspannte Farbe für Gemütlichkeit. Lichtbringend und gut für gesellschaftliche Räume. Orange bringt uns zusammen.

 

Rot: Anregung pur, aktiv und fördernd. Man sollte Rot mit Bedacht anwenden, denn zu viel davon bringt schnell Unruhe mit sich.

 

Blau: In Maßen angewendet verschafft es uns Ruhe und Harmonie, doch in Massen wirkt es schnell sehr kalt und ungemütlich.

 

Grün: Die Quelle von Energie und Sicherheit. Grün lädt uns auf und bringt Natur ins Raumklima.

 

Braun: Natürlich, urgemütlich und ausgleichend. In so gut wie allen Bereichen anwendbar und in feinsten Tonabstufungen eine optimale Farbe für jeden Tag.

 

Weiß: Weiß baut eine Art „Allgemeinheit“ auf und neutralisiert. Zudem hellt es auf. Eine weiße Wand ist in jedem Raum zu empfehlen.

  

Das sind natürlich nur Grundaussagen, die zum allgemeinen Wohlbefinden beitragen können.

 

Denn im Vordergrund steht immer die eigene Note. Weiß man, wie die Farben uns beeinflussen, kann man von Anfang an mit einer Grundüberlegung an die Gestaltung der eigenen vier Wände herantreten. Eine Wand in Orange zaubert nicht automatisch die Gemütlichkeit her, sie trägt dazu bei. Die eigene Wohnwelt lebt vom Zusammenspiel, vom eigenen Charakter. Bedenken Sie immer, dass Möbel, Gardinen, Licht und Dekorationen die Wirkung einer Farbe verändern und den Raum füllen. Ihr Wohnzimmer kann auch komplett in Blau getaucht sein, solange Sie sich darin wohlfühlen – auch wenn jeder Experte davon abraten würde.

Gartenmöbel aus Holz – bereit für den Winter

Bei Gartenmöbeln hinterlassen Umwelteinflüsse ihre Spuren – über das ganze Jahr hinweg. Wie schützt und lagert man diese im Winter?

Eine gute Überwinterung beginnt mit einer Grundreinigung. Grober Schmutz kann mit lauwarmen Wasser, einer Bürste oder einem Lappen entfernt werden. Für Verfärbungen, Moosablagerungen und andere Unreinheiten können spezielle Reinigungsmittel aus dem Baumarkt helfen. Auch Schleifpapier empfiehlt sich bei unbehandelten Holzmöbeln, um Grauschimmer zu entfernen. Bevor die guten Stücke einlagert oder imprägnieret werden können, müssen sie vollkommen trocknen. Scharniere und Schrauben sollte man auf Rost und Funktion kontrollieren, notfalls entrosten und neu einfetten.

 

Schützende Öle

Wann sie die Gartenmöbel mit einer pflegenden Ölschicht überziehen, ob im Winter oder im Frühjahr, ist nicht von Bedeutung. Sie imprägnieren das Holz und verschaffen ihm neue Elastizität. So sind diese über einen langen Zeitraum vor Dreck und Staub geschützt. Die Verwendung von Ölen bedarf der allgemeinen Pflege, verschafft aber keinen direkten Frostschutz. Sie sind umweltfreundlich, da sie auf natürlicher Basis hergestellt sind. Öl dringt in die Poren ein, sodass kaum noch Wasser aufgesogen werden kann. Die Maserung wird dabei optisch nicht verändert. Bei einer optimalen Einlagerung in der kalten Jahreszeit dürfte auch ohne frische Ölschicht nichts passieren.

 

Die Lagerung

Damit bei der Lagerung nichts schief geht, gilt: Trocken muss es sein, aber nicht zu warm. Zu viel Wärme lässt das Material austrocknen und reißen. Egal welche Art von Holz – Einlagern ist das Beste, was man tun kann. Gartenmöbel aus Hartholz können notfalls auch im Freien überwintern. Dann ist eine Abdeckung bzw. Schutzhaube nötig, welche vor Schnee und Nässe schützt. Diese darf nicht luftdicht sein, da das Holz trotzdem atmet und die darunter anfallende Feuchtigkeit es angreifen könnte. Empfehlenswert ist es, weiche Hölzer drinnen zu lagern, genau wie Rattan und Peddigrohr, welche wegen ihrer sehr porösen Struktur feuchtigkeitsempfindlich sind.

 

Auch wenn oft gesagt wird: Öle, Wachse und Lasuren sind Pflicht – an erster Stelle steht der Schutz vor Schnee und dauerhafter Nässe. Damit kann der Winter kommen.

Erst abkleben, dann kommt die Farbe – nur: Wie klebt man richtig ab?

Richtig abkleben ist wichtig, auch wenn es beim Malern eher eine lästige Aufgabe ist. Man braucht nicht nur Zeit und Geduld, sondern sollte auch wissen, worauf man achten muss. Da ist es gut, die kleinen Tricks zu kennen, mit denen auch die Profis arbeiten. So schleichen sich garantiert keine Farbnasen unter das Klebeband!

Wie bei fast allen Dingen im Leben gibt es auch bei Klebebändern eine riesige Auswahl. Dabei sind sowohl die Preisspanne als auch die Qualitätsunterschiede sehr groß. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann sich im Malerfachhandel beraten lassen. Eventuell kann der Einkauf hier sogar günstiger sein als im Baumarkt, besonders bei größeren Projekten (z.B. bei der Umgestaltung einer kompletten Wohnung). Dort bekommt man gleichzeitig auch Pinsel, Farbrollen & Co. Für kleinere Projekte reicht ein Besuch im Baumarkt. Man sollte lieber etwas mehr Geld ausgeben, wenn man mit dem Ergebnis zufrieden sein will.

Ob Außen- oder Innenbereich, zum Abkleben von Rundungen oder auf empfindlichem Untergrund für jede Situation gibt es das passende Malerkrepp.

 

Farbnasen vermeiden

Die Beschaffenheit der zu streichenden Fläche spielt eine große Rolle. Bei ebenem oder glattem Untergrund gelingt das Auftragen der Farbe meistens leicht. Hier reicht das Abkleben mit einem gut klebenden Klebeband, damit keine Farbe darunter läuft. Unebene Flächen, wie z.B. Raufasertapeten, gestalten sich eher als schwierig.

Ein einfacher Trick: Benutzen Sie Acryl (kein Silikon!). Nach dem Abkleben der gewünschten Fläche streicht man diese zunächst im ausgewählten Farbton. Am Rand des Klebebands lässt man einige Zentimeter frei. Dann trägt man das Acryl mit Hilfe von einer Kartuschenpistole auf die Schnittstelle am Klebeband auf. Mit den angefeuchteten Fingern verreibt man es noch gut auf der Stelle, so füllen sich die Lücken, wo Farbe hineinlaufen könnte. Nun streicht man mit der Farbe ganz einfach darüber und zieht das Klebeband kurz danach ab. Es entsteht so eine saubere Kante. Wichtig: das Acryl darf vor dem Abziehen des Klebbandes nicht fest werden! Da es aber nicht von einer Sekunde auf die andere aushärtet, kann in Ruhe gemalert werden. Los geht`s Sie werden über das Ergebnis staunen!

Dekortechniken für Wand und Decke – welche gibt es?

Altbewährte und ganz neue Trends für Anfänger und Fortgeschrittene

Es war einmal… Da sahen alle frisch gemalerten Wohnungen aus wie das „neue Restaurant um die Ecke“. Die Schwamm-Wisch-Technik im Bereich der Wandgestaltung führte jahrelang einen Triumphzug durch das deutsche Wohnzimmer.

Mittlerweile gibt es ein fast unüberschaubare Fülle von Techniken, die der Kreativität keine Grenzen mehr setzen und die mit mehr oder weniger Aufwand Räume im neuen Licht erstrahlen lassen.

 

Mehr Auswahl in der Raumgestaltung

Dabei sollte man sich durch Namen wie “Stucco antico”, “Spatula Stucchi” oder „Stucco Pompeji“ nicht verwirren lassen. Gemeint ist hier der bekannte Marmoreffekt, der durch die sogenannte Spachteltechnik mit Kalkfarbe erzielt wird. Mit der Kelle können Muster in den frischen Putz gedrückt werden, mit der Kratztechnik zusätzlich nach Trocknung die Spachtelgrate abgekratzt werden. Aber auch mit zusammengedrückter Plastikfolie kann man sehr aufregende Strukturen erzeugen – man kann Strukturen hinein kratzen und andersfarbig wieder auffüllen – es gibt Kautschukformen, die man als Relief ausformen kann – und man kann natürlich in den frischen Putz malen... Glatt strukturiert und auf Hochglanz poliert, entfalten die Farben eine Leuchtkraft,  wie man sie sonst nur von echtem Marmor kennt.


Vom Schablonieren und Wickeln

Für ein wenig „frischen Wind“ im Zimmer und ohne all zuviel Arbeit eignet sich das Schablonieren sehr gut. Unendlich scheint die Auswahl von kunstvoll gestalteten Schablonen im Fachhandel. Die Handhabung ist simpel: Schablone an die gewünschte Stelle anbringen, mit Schwamm und Farbe austupfen, Schablone entfernen und nachkonturieren, eventuell auch hier mit Glanzlack nacharbeiten. Wirkt sehr edel, besonders als sparsam eingesetztes Highlight. 

Bei der Wickeltechnik ist Körpereinsatz gefragt: Ein geeignetes Baumwolltuch in die Lasurfarbe tauchen, auswringen und auf den gerade frisch aufgetragenen und leicht angetrockneten Grundton „abwickeln“. Diese anspruchsvolle Technik erfordert auf jeden Fall Geduld und handwerkliches Geschick. Bringt aber auch individuelle Effekte zu Tage, die nicht jedermann hat. 


Der neue Trend: Leder an die Wand

Ganz neu, exklusiv und damit leider auch etwas teurer sind Lederfliesen für die Wände: Leder hat sehr viel Charme, wirkt sehr weich, geschmeidig und edel. Als Wandverkleidung gibt es bei Lederfliesen – ähnlich wie bei normalen Fliesen – inzwischen eine Vielzahl an Formaten und Dekorationen. Es muss ja nicht immer Tapete sein...

Aber ob Marmoroptik oder Leder: Auch hier gilt, weniger ist oft mehr. Schließlich soll nicht das Dekor, sondern der Mensch der Mittelpunkt im Raum bleiben.

Risse in den Wänden – Renovieren ohne Staub?

Durch Baustellen in der Nähe oder auch einfach nur, weil ein Haus sehr alt ist und sich mit den Jahren „bewegt“, können sogenannte Setzrisse an den Wänden entstehen, besonders häufig an den Türzargen.

Unschöne Risse, die durch Spachteln und anschließendes Glattschleifen der Stelle wieder wettgemacht werden können. Das ist allerdings eine Arbeit, die sehr viel mikrofeinen Staub produziert, der sich anschließend in der ganzen Wohnung verteilt und sich auch erst nach Stunden oder Tagen setzt. Hier hilft leider auch kein Abdecken der Möbel und Dichtmachen der Türschlitze mit Folie, da im Moment der Wegnahme der Folie der ganze Staub wieder hoch gewirbelt wird. Eine elende Putzerei ist die Folge. War die Folge!

Tipp: Schleifgeräte mit integriertem Staubsauger

 
Man sollte unbedingt bei der Wahl des Malers diesen Punkt besprechen. Es gibt nämlich durchaus Schleifgeräte mit integriertem Staubsauger. D.h. der produzierte Staub wird an Ort und Stelle weggesaugt und kann sich gar nicht erst in den Räumen verteilen.

Ob der Maler dieses Gerät hat und einsetzt, sollte man unbedingt vorher klären. Spart einfach richtig viel Ärger.