Erdwärme statt Öl und Gas

Effizient, sparsam und ökologisch heizen – Erdwärmepumpen sind elektronisch angetrieben und werden seit Januar 2008 gefördert.

Bei Neubauten lohnt sich die Investition. Erdwärmepumpen werden mit Strom betrieben und sind so günstiger als Öl- und Gasheizungen. Stammt der verwendete Strom zudem noch aus erneuerbaren Energien, leistet man einen großen Beitrag für die Umwelt. Bei Altbauten lohnt sich eine Umrüstung meist nicht, da hier ein kompletter Umbau notwendig wäre. 

So funktioniert eine Erdwärmepumpe

Die Wärme kann durch Erdwärmekollektoren oder Sonden aus dem Erdreich abgeführt werden. Kollektoren sind vertikal verteilt, ca. zwei Meter tief. Sie brauchen viel Fläche. Sonden werden durch Bohrungen in mehr als 50 Meter Tiefe eingesetzt, das erfordert weniger freie Grundstücksfläche, ist aber sehr kostenintensiv. Bei beiden Verfahren kann die Wärme entweder der Erde oder dem Grundwasser entzogen werden. Die Wärmepumpe erhöht diese bis zur benötigten Temperatur und führt sie in den Wärmekreislauf des Gebäudes ein.

Was man wissen sollte

- Vor allem bei der Erdwärmepumpe sollte das Gebäude sehr gut gedämmt sein, damit sich der Aufwand wirklich lohnt. Das spricht mitunter gegen einen Einsatz in Altbauten.

- Eine Wärmepumpe steht immer in Verbindung mit einer Fußbodenheizung. Auch das sollte bei der Planung beachtet werden.

-  Aufgrund des hohen Geräuschpegels ist es am besten, einen extra Raum mit genügend Platz dafür einzuplanen.

- Bei der Beantragung eines solchen Bauvorhabens gibt es regionale Unterschiede. In jedem Fall sollte es eine Abstimmung mit dem Energieversorger geben, denn eine solche Anlage zieht viel Strom. Manche Anbieter haben dafür einen günstigeren Tarif und bauen dann einen extra Stromzähler ein.

Ausschlaggebend für eine Erdwärmepumpe ist die Jahresleistungszahl. Diese kann man sich von Experten berechnen lassen, um genau planen zu können, welche Anlage geeignet ist und ob sich eine solche überhaupt lohnt.

Richtig einheizen – für die kalte Jahreszeit

Wenn der Winter an die Tür klopft, schrauben wir die Heizungen hoch. Warm und gemütlich soll es sein. Ein gutes Gefühl hat man allerdings erst dann, wenn man sagen kann: „Ich heize richtig, effizient und sparsam!“

Die Temperaturen im Überblick zu haben, ist eine Voraussetzung für sinnvolles Heizen. Es sollte möglichst in jedem Raum ein Thermometer vorhanden sein. Jedes Grad spart Energie und macht häufig mehr aus, als man glaubt - bis zu 6% Ersparnis!

Die Raumnutzung ist wichtig

Natürlich sollte nicht jeder Raum gleich beheizt werden. In Wohnbereichen und der Küche sind 20°C ausreichend – diese Temperaturen sorgen für eine optimale Wohlfühl-Atmosphäre. Im Bad um die 21°C, wobei hier viel Energie durch das Lüften nach Duschen und Baden verloren geht. Schlafräume, welche am Tag nicht genutzt werden, können 18°C haben, nachts darf der Wert auch darunter liegen. Kinderzimmer nicht unter die 16°C-Marke fallen lassen.

 

Wichtig: Halten Sie Türen zwischen unterschiedlich beheizten Räumen stets geschlossen, um Wärmeverlust zu vermeiden. In Wohnräumen wie Wohnzimmer und Küche haben programmierbare Thermostate eine gute Wirkung. So kann die gewünschte Temperatur eingestellt werden, auf die in der Nacht herunter gekühlt werden soll.

Die Grundwärme

Die Strahlung der Wände trägt dazu bei, dass wir nicht sofort ins Frösteln geraten, wenn wir einen Raum betreten. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass diese nicht komplett auskühlen. Um das zu gewährleisten, sollten Sie die Heizungen auch bei Abwesenheit nicht komplett abdrehen, sondern auf einer niedrigen Stufe halten, um dem Zimmer eine geeignete Grundwärme zu bieten. Die Heizung ständig von Null auf Hundert zu drehen und wieder zurück, kostet viel Energie. Das erneute Aufheizen eines ausgekühlten Bereiches nimmt enorme Zeit in Anspruch, wogegen eine gewisse Grundwärme ein schnelles, effizientes und sparsames Aufheizen möglich macht.

 

Bei allem Heizen sollte man für ein gutes Raumklima auch das Lüften nicht vergessen, damit die warme Luft bzw. das Geld nicht zum „Fenster herausgeschmissen“ wird. Einige Empfehlungen und Infos dazu gibt es hier.

Energiesparen mit dem Wärmedämmverbundsystem

Bei den steigenden Energiepreisen wird es immer wichtiger, möglichst sparsam zu sein. Bei Umbauten oder Neubauten kann ein Wärmedämmverbundsystem (WDVS) viel bewirken. Dabei sollte man Kosten kontrollieren und auf eine perfekte Ausführung achten.

Drei Hauptkomponenten sind Bestandteil des WDVS. Dämmplatten, Armierung und Oberputz werden auf die tragende Außenwand aufgebracht. An erster und natürlich wichtigster Stelle stehen die Dämmplatten, welche mit Dübeln befestigt oder auf die Außenwand geklebt werden.
Die Armierungsschicht wird auf die gesamte Dämmplattenschicht aufgebracht. Diese besteht aus Armierungsmörtel und -gewebe. Diese Schicht trägt den Oberputz und soll vermeiden, dass sich Risse bilden.

Der U-Wert

Wie viel Energie spart welcher Dämmstoff? Der U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) gibt Antwort. Je niedriger Dieser, desto weniger Wärme fließt durch den Dämmstoff und das spart Energie.
Bewährt haben sich Dämmungen aus expandiertem Polystyrol (EPS) oder Mineralwolle. Sie nehmen kaum Wasser auf, sind langlebig und isolieren gut. Genormte und bauaufsichtlich zugelassene Systeme sollten gekauft werden, denn hier hat die Qualität höchste Priorität.

Sachgemäße Montage

Ein Wärmedämmverbundsystem zu montieren, ist sehr aufwendig. Das komplette Gebäude muss eingerüstet werden und plötzliche Wetterextreme bei der Bauphase führen eventuell zu Schäden. Das bringt nicht nur Ärger, sondern auch unvorhergesehene Kosten. An den Handwerker, welcher das WDVS anbringt, werden hohe Anforderungen gestellt. Bei unsachgemäßer Ausführung sind z.B. Risse am Außenputz, Schimmel- und Algenbildung die Folgen.

Vorteile des WDVS

Sparen - ein Vorteil, welcher wohl der Hauptgrund ist, ein Gebäude mit WDVS auszustatten. Heizkosten können minimiert werden, weil die gedämmten Wände die Wärme dort halten, wo sie sein soll, nämlich im Haus. Großer Vorteil ist auch, dass die Dämmung nachträglich angebracht werden kann, was das Sanieren wesentlich attraktiver macht.
Also: Informieren Sie sich und sparen Sie für sich und die Umwelt! 

Heizen mal anders: Die Potentiale von Blockheizkraftwerken

Blockheizkraftwerke – seit diese nicht mehr ganze Kellerräume füllen, sind sie auch in Einfamilienhäusern zu einer Alternative herkömmlicher Heizanlagen geworden.

Das Besondere von Blockheizkraftwerken (BHKW) liegt in ihrer Funktionsweise: Sie liefern Wärme und Strom gleichzeitig. Dabei kann die Abwärme bei der Stromerzeugung direkt für die Beheizung und Warmwasseraufbereitung vor Ort genutzt werden. Eine Trennung zwischen lokaler Heizanlage und zentralem Kraftwerk gehört damit der Vergangenheit an.

 

Effizienz, die sich bezahlt macht

Das entscheidende Argument für ein Blockheizkraftwerk liegt in seinem hohen Gesamtnutzungsgrad, da im Schnitt 80 bis 90 Prozent der eingesetzten Primärenergie genutzt werden kann. Damit ist die Anlage so effizient, dass meist mehr Strom erzeugt wird, als ein durchschnittlicher Haushalt üblicherweise verbraucht.

Der gewonnene Überschuss kann dann in das örtliche Stromnetz eingespeist werden und das freut den Geldbeutel. Denn laut Gesetz sind Netzbetreiber dazu verpflichtet, BHKW-Anlagen an das Energienetz anzuschließen und den eingespeisten Strom entsprechend zu vergüten. Damit kann sich langfristig auch der vergleichsweise hohe Anschaffungspreis des Blockheizkraftwerks bezahlt machen. 


Und das Förderplus obendrauf

Seit 1. Januar 2009 wird dies auch gefördert. Dank eines Gesetzes für die „Erhaltung, die Modernisierung und den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung“. Zusätzlich winken Steuererleichterungen, wie beispielsweise die Erstattung der Energiestoffe für eingesetzte Brennstoffe wie Diesel, Heizöl oder Gas. 

Klein, effizient und mit Aussicht auf eine zusätzliche Einnahmequelle – bei den örtlichen Energieberatungszentren gibt´s die individuelle Kosten-Nutzen-Rechnung kostenlos.

Nach dem Zahlen ist vor dem Sparen: Handwerkerrechnungen steuerlich absetzen

Handwerkerrechnungen schlagen mitunter schwer zu Buche – vor allem dann, wenn die Kosten ursprünglich nicht eingeplant waren. Wie Sie dennoch etwas Geld wieder herausholen können, wenn der Keller trocken oder das Dach repariert ist? Mit der jährlichen Steuererklärung!

Mit dem Ziel, die Schwarzarbeit im Handwerk weiter einzudämmen, hat der Gesetzgeber zum 01. Januar 2009 den Steuerbonus für Handwerkerrechnungen verdoppelt. Privatpersonen können dadurch jährlich bis zu 6.000 Euro geltend machen und dabei bis zu 20 Prozent, also maximal 1.200 Euro, erstattet bekommen. Dies gilt für alle Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen – selbst dann, wenn die anfallenden Reparaturarbeiten bereits durch eine Hausrat- oder Wohngebäudeversicherung abgedeckt sind.

Wichtig: Handwerkerrechnungen richtig aufschlüsseln lassen

Damit Ihre Rechnungen problemlos akzeptiert werden, müssen Sie einige wichtige Voraussetzungen beachten:

  • Diese beginnen bereits im Kopfteil der Rechnung – dieser muss sowohl den vollständigen Namen als auch die komplette Anschrift von Bauunternehmen und Rechnungsempfänger beinhalten.

  • Eine Steuernummer bzw. Umsatzsteueridentifikationsnummer des Rechnungsstellers muss ebenfalls an-
    geführt werden.

  • Eine Rechnung ist nur dann komplett, wenn sie eine Rechnungsnummer, das Rechnungsdatum und auch den Zeitpunkt der Leistungsausführung enthält.

  • Art und Umfang der erbrachten Leistungen müssen eindeutig bezeichnet werden. Wichtig ist hierbei vor allem, dass Material- und Arbeitskosten (Lohn, Personal, Fahrtkosten) inkl. Mehrwertsteuer separat aus-
    gewiesen werden, da nur letztere steuerlich geltend gemacht werden können.

  • Am Ende der Rechnung stehen die zu zahlende Summe sowie der geltende Umsatzsteuersatz.

 

Nur Bares ist Wahres – jedoch nicht bei Handwerkerleistungen

Wer Handwerkerrechnungen steuerlich geltend machen möchte, muss wissen, dass Barzahlung oder Zahlungen ohne Rechnung vom Finanzamt nicht akzeptiert werden. Der Einkommenssteuererklärung sind demnach eine Rechnungskopie sowie ein Nachweis der getätigten Banküberweisung beizufügen.

Und auch danach heißt es: Belege sorgfältig aufbewahren! Für Privatpersonen gilt dabei eine Pflicht von zwei Jahren. Innerhalb dieses Zeitraumes drohen Bußgelder, wenn die betreffenden Rechnungen nachträglich nicht vorgewiesen werden können. Und auch für mögliche Gewährleistungsansprüche empfiehlt es sich stets, Rechnungen gut abzuheften.