Der Helfer Sanierputz

Ist das Mauerwerk durch Feuchtigkeit und Salz beschädigt, sind schnelle und effektive Sanierungsmaßnahmen nötig. Ein Sanierputz kann helfen.

Eigenschaften und Besonderheiten

Durch sein porenreiches Gefüge ist der Sanierputz in der Lage, die schädlichen Salzkristalle zu binden. Er ist nach innen wasserdampfdurchlässig, sodass die Feuchtigkeit im Mauerwerk austrocknen kann. Damit keine neue Feuchte eindringt, ist er nach außen hin wasserabweisend. Ein Sanierputz wird auch als Opferputz bezeichnet, welcher nach „getaner Arbeit“, also nachdem Salz und Feuchtigkeit dem Mauerwerk entzogen wurden, wieder entfernt wird.

Was sollte man wissen?

Bei geringeren Feuchteschäden am Mauerwerk reicht es, den alten Putz abzuschlagen - großzügig (ca. 20 cm) um die feuchte Stelle am Mauerwerk herum. Den Sanierputz rührt man nach Herstellerangaben an und trägt ihn direkt auf das Mauerwerk auf. Die Schicht sollte mindestens 20 mm stark sein. Der Sanierputz muss gut trocknen, auch hier ist auf die Gebrauchsanweisung zu achten, wie viel Zeit dafür einzuplanen ist. Bei mehrmaligem Auftragen sollte jede Lage einzeln antrocknen. Danach kann mit einem glättenden Putz oder diffusionsoffener Farbe gearbeitet werden. Wichtig: Die Materialien dürfen dem Sanierputz dabei nicht seine positiven Eigenschaften nehmen. Latexfarbe beispielsweise würde den Sanierputz sperren und so das Austrocknen des Mauerwerks verhindern.

Sanierputze können also durchaus gute Helfer sein, im Vorfeld muss jedoch die Ursache der Feuchteschäden gesucht und beseitigt werden. Dabei sollte der Rat eines Fachmanns eingeholt werden, um größere Schäden zu vermeiden. 

Brandverhütung in der Weihnachtszeit

In der Zeit der Kerzen und Lichter haben Brandfälle Hochsaison. Mehr als 12.000 Mal brennt es zur alljährlichen Weihnachtszeit in deutschen Hauhalten. 35 Millionen Euro beträgt die Gesamtschadensumme für Versicherungen jedes Jahr (GDV).

Wenn Freude und Besinnlichkeit überwiegen, wird die Brandgefahr von Kerzen & Co. häufig unterschätzt. Hier eine kleine Checkliste, um die Weihnachtszeit sicher zu überstehen:

 

Kerzen als häufigste Brandursache

Stellen Sie diese stets auf feuerfeste Unterlagen, fern von leicht brennbaren Materialien wie zum Beispiel Gardinen. Behalten Sie die Kerzen immer im Auge und lassen Sie diese nicht zu weit herunter brennen.

Gestecke und Kränze...

… wirken auch ohne Kerzen weihnachtlich. Sollten Sie dennoch nicht darauf verzichten können, achten Sie darauf, dass die Gestecke frisch sind und nicht komplett austrocknen. Ältere Zweige lieber austauschen.

Raumluft trocknet den Weihnachtsbaum aus...

… und macht ihn leicht entflammbar. Versuchen Sie den Baum so lange wie möglich draußen oder im Keller zu lagern. In einem Behälter mit Wasser bleibt er länger frisch. Ein guter, mit Wasser gefüllter Weihnachtsbaumständer sorgt für festen Halt und versorgt den Baum auch im Wohnraum mit Feuchtigkeit.

Kerzen oder Lichterkette

Auch wenn sie schön aussehen  von echten Kerzen am Baum wird abgeraten. Überprüfen Sie bei elektrischen Lichterketten, ob diese mit dem GS-Prüfsiegel für Sicherheit ausgestattet sind, denn das ist nicht immer der Fall. Lämpchen und Kabel sollten unbeschädigt sein.

Kinder und Haustiere

Achten Sie auf Gefahrenquellen, die für Kinder oder Tiere erreichbar sind. Denn Lametta und bewegliche Weihnachtsdekorationen wecken den Spieltrieb. Hängen Sie das Lametta am Baum lieber etwas höher.

Sicherheit geht vor


Egal ob Weihnachten oder nicht – Rauchmelder und funktionstüchtige Feuerlöscher im Haus sind Helfer, die im Ernstfall Leben retten.

Hagelschäden an Fassaden

Unwetter werden immer häufiger – und lassen auch die Gefahr von Hagelschauern steigen. Diese wiederum ziehen Gebäudefassaden zunehmend in Mitleidenschaft. Wie stark, ist abhängig von Material und Aufbau der Fassade:

Klinker: Wer eine Fassade aus Klinker hat, wird die wenigsten Schäden erwarten dürfen, denn Klinker besitzen die größte Widerstandskraft und halten somit stand. Was sich durch den Hageleinschlag hier ablösen kann, sind lediglich Verwitterungsrückstände auf der Patina, der äußersten Fassadenschicht, also eine rein optische Beeinträchtigung. Der Stein an sich nimmt keinen Schaden.

Holz: Deutlich sichtbare Ausfaserungen und Abdrücke wird man hingegen an Holzfassaden finden können, denn Holz ist weicher und anfälliger. Schäden können hier durch Anschleifen des Holzes und eine neue Lasur beseitigt werden.

Kunststoff: Kritischer wird es bei Kunststofffassaden. Bei einem kräftigen Hagelschauer können zum Beispiel Einschlaglöcher entstehen. Bei einem Wärmedämmverbundsystem kann der Strukturputz abplatzen und das Gewebe freilegen. Hier ist es notwendig, die oberste Lage aus Armierung und Putz komplett zu erneuern.

 

Gut zu wissen: Hagel-Widerstandsklassen

Gut ist es daher, die Einteilung der Widerstandsklassen zu kennen. Die Stabilität wird durch die Hagelwiderstandsklassen eins bis fünf definiert. Diese geben Auskunft über die Stoßfestigkeit der Baumaterialien gegenüber Hagelschlägen. Klasse eins weist den geringsten Widerstand aus. Ein Putz mit diesem Kennwert hält beispielsweise Hagelkörnern bis zehn Millimeter Durchmesser stand. Klasse fünf bietet den höchsten Widerstand für einen Körnerdurchmesser bis 50 Millimeter, dazu zählt der Klinker. Je nach Hagelaufkommen reichen Bauteile mit der Klasse drei für eine resistente Hülle.

 

Genauer hinschauen

Die Alterung einer Fassade bringt Störungen im Materialverbund mit sich und senkt somit die Widerstandskraft. Nach einem Hagelsturm sollte man daher alles genau begutachten. Denn nicht nur die Oberfläche, sondern auch die Innenstruktur kann beschädigt sein und somit Wasser in die Fassade gelangen. Dies wiederrum bietet Nährboden für Schimmel oder könnte beim Gefrieren den Putz aufzusprengen. Also lieber zweimal hinsehen, um gegen Folgeschäden gewappnet zu sein.