„Klosterlust in Tübingen“ - KfW Award 2012

Ein Haus, das mittelalterliche Baukunst, soziales Leben und seniorenfreundlichen Komfort vereint, verdient eine Auszeichnung – vor allem dann, wenn es trotz Sanierung seinen ursprünglichen Charakter nicht verloren hat.

„Modernisierung mit Weitblick“ – so lautete das Thema bei der Verleihung des KfW Awards 2012. Jährlich vergibt die KfW diesen Preis an private Bauherren mit besonderen Sanierungsprojekten. Dabei soll in einem ganzheitlichen Konzept energieeffizientes und generationsgerechtes Umbauen verwirklicht werden.

Die Gewinner

Unter dem Titel „Klosterlust in Tübingen“ kürte die Jury das „Nonnenhaus“ in der Altstadt mit dem Award. Die Bauherren Christa und Ernst E. Gumrich zeigen dabei, wie Energieeffizienz und Barrierearmut mit traditioneller Baukunst in Einklang gebracht werden können – und schaffen damit ein vorbildliches Beispiel zur Modernisierung.

Das Konzept

Perfekt gedämmte Außenwände, Dach- sowie Bodenflächen sorgen beim „Nonnenhaus“ für höchste energetische Qualität. Eingangstüren sowie Fenster wurden erneuert und der Einbau einer Lüftungsanlage ohne Wärmerückgewinnung rundet die Modernisierung ab. Durch Rampen an Hauseingang und Garten, einem neuen Lift und behindertengerechte WCs wird der Alltag auch für ältere Menschen enorm vereinfacht. Ein verdienter erster Platz also, bei dem Alt und Neu besonders gut harmonieren.

Alle weiteren Preisträger und ihre Besonderheiten finden Sie hier.

Altersgerecht umbauen - das fördert die KfW

Für Maßnahmen zur Reduzierung von Barrieren in Wohnungen und Häusern gibt es Zuschüsse aus Bundesmitteln.

Der demographische Wandel macht es möglich: Die KfW-Bankengruppe fördert in Form von Zuschüssen oder speziellen Krediten Umbaumaßnahmen in Wohnobjekten, die Barrieren beseitigen oder zumindest vermindern. Und somit das Wohnen für ältere Menschen einfacher und angenehmer machen. 

Weil jede Wohnung anders gebaut ist, basiert das Förderprogramm aus frei kombinierbaren, flexiblen Förderbausteinen, wie z.B. das Ebnen der Wege zu Gebäuden und Wohnungen, mechanische Fördersysteme, Rampen für Rollstühle, Umbau von Treppenaufgängen, Türverbreiterungen, Sicherheitssysteme in Sanitärräumen, etc. Voraussetzung für die Förderung ist, dass die technischen Mindestanforderungen eingehalten werden und dass diese Arbeiten von einer Fachfirma ausgeführt werden.

 

Schon ab einer Investitionssumme von Euro 6.000 können die Umbauten mit 5 Prozent gefördert werden, maximal 2.500 Euro pro Wohneinheit.


Folgende Personen können die Fördermittel beantragen:

  • Eigentümer oder Wohnungseigentümergemeinschaften von selbst genutzten Ein- und Zwei-Familienhäusern
  • Eigentümer oder Wohnungseigentümergemeinschaften von vermieteten Ein- und Zwei-Familienhäusern
  • Besitzer von Eigentumswohnungen
  • Ersterwerber von neu altersgerecht sanierten Ein- und Zwei- Familienhäusern und Eigentumswohnungen

 

Auch Mieter können die Förderung beantragen, allerdings nur mit der Zustimmung des Vermieters. Hierbei wird unbedingt eine Modernisierungsvereinbarung zwischen Mieter und Vermieter empfohlen, um späteren Ärger zu vermeiden.

 

Ganz wichtig: der Antrag für die Förderung muss unbedingt VOR Beginn des Bauvorhabens oder der Kaufvertragsunterzeichnung bei Ersterwerb bei der KfW gestellt werden. Die Belege für den Umbau müssen zehn Jahre aufbewahrt werden. Außerdem ist die KfW befugt, jederzeit eine Vor-Ort-Kontrolle durchzuführen, um die Rechtmäßigkeit der Förderung zu überprüfen. Mehr Details zum Förderprogramm unter www.kfw.de.

Tipp für Häuslebauer: Die Förderprogramme der KfW

Ein Blick in die Förderprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) kann sich lohnen – und bei Bau- oder Sanierungsmaßnahmen bares Geld sparen.

Vom altersgerechten Umbauen bis zum Energiesanieren können Immobilienbesitzer auf ihre Kosten kommen – die KfW vergibt im Rahmen von Förderprogrammen Investitionszuschüsse oder Kredite für verschiedenste Baumaßnahmen. Die wichtigsten davon finden Sie hier im Überblick.

Energieeffizient bauen

Werden Sie Vorreiter in Sachen Klimaschutz! Egal, ob Sie Ihr Eigenheim selbst bauen oder einen Neubau kaufen möchten – die KfW fördert besonders energieeffiziente Wohngebäude mit vergünstigten Zinssätzen und Tilgungszuschüssen. Und auch einzelne Maßnahmen wie die Nutzung von Solaranlagen oder kombinierter Anlagen zur Strom- und Wärmeerzeugung werden mit speziellen Darlehen unterstützt.
Was Sie dabei beachten müssen: Ihr Haus muss die Kriterien eines KfW-Effizienz- oder Passivhauses erfüllen. Trifft dies zu, ist schnelles Handeln gefragt: Der Antrag wird bei der Hausbank beantragt – und zwar dem Baubeginn oder Kauf der Immobilie. 

Energieeffizient sanieren

Auch Sanierungsmaßnahmen werden von der KfW belohnt. Zuschüsse für Selbstfinanzierer oder komplette Kreditpakete gibt es dann, wenn entweder die eigene Immobilie umfassend energiesaniert oder entsprechender Wohnraum käuflich erworben wird. Wichtig ist auch hier, dass dabei die Standards des KfW-Effizienzhauses erfüllt werden.

Seit dem 01. März 2011 sind auch Einzelmaßnahmen Teil des Förderprogramms. Diese beinhalten die Dämmung des Gebäudes, den Einbau neuer Heizungs- und Lüftungsanlagen sowie Fenster. Allerdings nur unter einer zentralen Bedingung: Es muss sich um hoch effiziente Modernisierungsschritte handeln. Das bedeutet: Der Einbau dreifach verglaster Fenster wird nur dann unterstützt, wenn die Außenwände bereits gut wärmegedämmt sind.

Sie möchten auf der sicheren Seite sein und professionelle Unterstützung hinzuziehen? Kein Problem – auch der Einsatz eines Energieberaters wird mit bis zu 50 Prozent der Kosten bezuschusst.

Kredite beantragen Sie vor der Sanierungsmaßnahme bzw. vor dem Kauf der Immobilie bei Ihrer Hausbank, bei Zuschüssen wenden Sie sich hingegen direkt an die KfW.

Altersgerecht umbauen

Auch im Alter höchste Wohnqualität genießen – dies wird mit Sanierungsmaßnahmen möglich, die sich an den körperlichen Einschränkungen des Alters orientieren. Und von der KfW unterstützt werden: so zum Beispiel die Erschließung Rampen und Aufzugsanlagen, die Anpassung von Raumverteilungen und Raumgrößen sowie Sicherheitssysteme speziell im Sanitärbereich. Alle Maßnahmen finden Sie hier im Überblick.

Kommt ein aufwendiger Umbau für Sie nicht in Frage, wird auch der Erwerb einer altersgerechten Wohnimmobilie gefördert – mit einer Kreditfinanzierung oder entsprechender Zuschüsse der KfW.

Weitere Informationen zu den Förderprogrammen finden Sie direkt bei der KfW.