Holzfliesen für den Balkon

Der Balkon ist die Entspannungsoase für die sonnige Jahreszeit. Warm und mediterran soll er sein. Kalte Fliesen- oder Betonböden können die Wohlfühl-Atmosphäre stören.

Holzfliesen sind eine schöne Alternative, die leicht zu verlegen ist, auch für ungeübte Heimwerker. Die Fliesen gibt es mit einem Klick- oder Stecksystem, bei dem man die einzelnen Platten einfach zusammenfügen kann. Für den Außenbereich sollten sie einer Dauerhaftigkeitsklasse von eins bis zwei entsprechen. Darauf ist beim Kauf zu achten, denn nur so sind sie ausreichend widerstandsfähig gegenüber Witterungseinflüssen.
 

Der Untergrund 

Bei einem ebenen Untergrund ist eine Vorbehandlung nicht nötig. Sind Unebenheiten vorhanden, müssen diese aber ausgebessert werden. Die Holzfliesen werden mit Kunststoffmatten geliefert, welche als Unterkonstruktion dienen, um eine Luftzirkulation zu gewährleisten. Sie lassen zudem das Regenwasser gut abfließen und schützen die Fliesen vor stehendem Wasser. Durch das einfache Stecksystem lassen sich Kunststoffmatten und Holzfliesen einfach miteinander verbinden. 

Die Bewegung des Holzes 

Durch die unterschiedlichen Witterungseinflüsse ist das Holz in ständiger Bewegung. Zu schmale Fugen können bei der Ausdehnung zum Problem werden. Vorteil der Klick- und Stecksysteme: die vorgegebene Fugenbreite. Zu festen Bauteilen, wie zum Beispiel Wänden, sollte ein Abstand von 15 Millimetern eingehalten werden. So ist ein sicheres und gleichmäßiges Verlegen möglich.

Eine einfache Sache, ebenso wie die Pflege. Durch die Behandlung mit einem Öl oder einer Holzlotion einmal im Jahr wird man lange Freude am eigenen Urlaubsparadies haben.

Gartenmöbel aus Holz – bereit für den Winter

Bei Gartenmöbeln hinterlassen Umwelteinflüsse ihre Spuren – über das ganze Jahr hinweg. Wie schützt und lagert man diese im Winter?

Eine gute Überwinterung beginnt mit einer Grundreinigung. Grober Schmutz kann mit lauwarmen Wasser, einer Bürste oder einem Lappen entfernt werden. Für Verfärbungen, Moosablagerungen und andere Unreinheiten können spezielle Reinigungsmittel aus dem Baumarkt helfen. Auch Schleifpapier empfiehlt sich bei unbehandelten Holzmöbeln, um Grauschimmer zu entfernen. Bevor die guten Stücke einlagert oder imprägnieret werden können, müssen sie vollkommen trocknen. Scharniere und Schrauben sollte man auf Rost und Funktion kontrollieren, notfalls entrosten und neu einfetten.

 

Schützende Öle

Wann sie die Gartenmöbel mit einer pflegenden Ölschicht überziehen, ob im Winter oder im Frühjahr, ist nicht von Bedeutung. Sie imprägnieren das Holz und verschaffen ihm neue Elastizität. So sind diese über einen langen Zeitraum vor Dreck und Staub geschützt. Die Verwendung von Ölen bedarf der allgemeinen Pflege, verschafft aber keinen direkten Frostschutz. Sie sind umweltfreundlich, da sie auf natürlicher Basis hergestellt sind. Öl dringt in die Poren ein, sodass kaum noch Wasser aufgesogen werden kann. Die Maserung wird dabei optisch nicht verändert. Bei einer optimalen Einlagerung in der kalten Jahreszeit dürfte auch ohne frische Ölschicht nichts passieren.

 

Die Lagerung

Damit bei der Lagerung nichts schief geht, gilt: Trocken muss es sein, aber nicht zu warm. Zu viel Wärme lässt das Material austrocknen und reißen. Egal welche Art von Holz – Einlagern ist das Beste, was man tun kann. Gartenmöbel aus Hartholz können notfalls auch im Freien überwintern. Dann ist eine Abdeckung bzw. Schutzhaube nötig, welche vor Schnee und Nässe schützt. Diese darf nicht luftdicht sein, da das Holz trotzdem atmet und die darunter anfallende Feuchtigkeit es angreifen könnte. Empfehlenswert ist es, weiche Hölzer drinnen zu lagern, genau wie Rattan und Peddigrohr, welche wegen ihrer sehr porösen Struktur feuchtigkeitsempfindlich sind.

 

Auch wenn oft gesagt wird: Öle, Wachse und Lasuren sind Pflicht – an erster Stelle steht der Schutz vor Schnee und dauerhafter Nässe. Damit kann der Winter kommen.

Holzschutz – ist er immer notwendig?

Ob statische oder nicht statische Konstruktionselemente: Holzschutz ist nicht einfach mal hergezaubert.

Hölzer sind unterschiedlich resistent gegen Befall durch holzzerstörende Insekten oder Pilze. Durch verschiedene konstruktive Wege und die richtige Wahl der Holzart kann auf manchen chemischen Holzschutz verzichtet werden, denn nicht jedes Holz benötigt die gesamte Bandbreite an Holschutzmitteln. Deshalb: Bevor Sie sich giftiger Substanzen bedienen, sind Zurückhaltung und eine genaue Planung geboten.
 

Von Resistenz- und Gebrauchsklassen

Hölzer unterteilt man in sogenannte Resistenzklassen von eins bis fünf. Vertreter der Klasse 1 sind besonders resistent gegen holzzerstörende Insekten oder Pilze, jedoch finden sich dort nur importierte, meist tropische Baumarten. Ab Klasse 2 finden wir bekannte Arten wie beispielsweise die europäische Eiche. Diese sind im Gegensatz zu den Hölzern der Klasse 1 („sehr dauerhaft“) nur „dauerhaft“ resistent.
 
Eine Einteilung findet ebenso bei den Gebrauchsklassen / Gefährdungsklassen statt. Dort werden verschiedene Gebrauchsbedingungen widergespiegelt, welche die Anforderungen von Holzschutzmitteln definieren. Ob Innen- oder Außenbauteile, die Feuchtigkeit und somit die Anfälligkeit für verschiedene holzzerstörende Pilze oder Insekten ist je nach Gebrauch unterschiedlich. Abgedeckte Bauteile ohne Bodenkontakt (z.B. im Dachgeschoss) müssen nicht in jedem Fall gegen Pilzbefall geschützt werden, aber das hängt natürlich auch von der Dauerhaftigkeit des verwendeten Holzes ab.
 
Wichtig ist, sich als Bauherr immer sehr gut beraten zu lassen und sich zu informieren, denn er entscheidet als Auftraggeber über die anzuwendenden Holzschutzmaßnahmen. Und wer möchte schon unnötig Chemikalien in den eigenen vier Wänden haben?

Alptraum für Hausbesitzer: Der „Echte Hausschwamm“

An baulichen Anlagen und in Gebäuden gibt es über 60 verschiedene Arten holz-zerstörender Pilze. Aber nur einen, der auch Mauerwerk durchwächst und damit die Tragfähigkeit des Hauses angreifen kann. Doch was früher noch einem Todesurteil für den Wert einer Immobilie gleichkam, ist heute – vor allem bei alten Gebäuden – arbeitsaufwendiger Alltag.

Während manche Pilzarten Zellulose abbauen oder auch Lignin, haben alle eins gemein: dass sie in unterschiedlichstem Maße verbautes Holz zerstören. Wachsen die einen nur am Holz, können andere mineralische Bauteile wie Mauerwerk überwachsen und sogar durchdringen: Dazu gehört der „Echte Hausschwamm“ (Serpula lacrymans).
Versteckt wächst er zum Beispiel unter dem Dielenboden oder hinter Putz jahrelang vor sich hin und kann sich in aller Ruhe im Mauerwerk und auch in anderen mineralischen Bauteilen großflächig ausbreiten. Und das – je nach Temperatur und Feuchtigkeit – bis zu 10 Millimetern täglich! Eine ziemlich unappetitliche Vorstellung.

 

Effektiv vorbeugen

Seine Ausbreitung kann im Wesentlichen nur durch die Abwesenheit von Feuchtigkeit gestoppt werden. Trockene Bauteilbereiche sind nicht überwindbar, genauso wie komplett nasse Bereiche. Auch ein stetiger Luftzug bei luftigen Baukonstruktionen ist ein Hindernis. 

Wenn der Befall da ist

Ein bekannter Befall muss also umgehend bestimmungsgemäß durch einen Sachverständigen für Holzschutz untersucht und anschließend durch einen sachkundigen Fachmann bekämpft werden. Dies hat beim Hausschwamm unbedingt unter Einhaltung der DIN 68800 Teil 4 zu erfolgen. Das WTA-Merkblatt „Der Echte Hausschwamm“ gibt eine gute Anleitung zur Bekämpfung und Vorbeugung von Schäden.

Oft sind großflächige Sanierungsarbeiten nötig: Dann muss alles Holz weiträumig entfernt und gegebenenfalls Teile des Mauerwerks abgerissen oder mit Schwammsperrmittel behandelt werden. Danach werden die tragenden und befallenen Bauteile – ebenfalls von einem Fachmann und unter Einbeziehung eines Statikers – rundum erneuert. Das hört sich nicht nur aufwendig an, das ist es auch! Werden diese Arbeiten allerdings nicht gemacht, führt dies zum deutlichen Wertverlust des Gebäudes. Jede Menge Ärger gibt es auch, wenn das Haus zum Beispiel kurz vor Bekanntwerden oder auch bei Verschweigen des Befalls verkauft wurde. Dann droht auf jeden Fall eine Erfolg versprechende Schadensersatzklage oder auch gleich die Anfechtung des Verkaufs. Deshalb sollten die Bekämpfungsmaßnahmen unbedingt dokumentiert und für einen möglichen späteren Verkauf festgehalten werden.
 

Schwammbefall nicht ignorieren

Klar wird die ganze Aufregung, wenn man weiß, worin die gesundheitlichen Gefahren eines Hausschwammbefalls tatsächlich bestehen: Es ist weniger eine Gefahr der Milliarden von Sporen, sondern vielmehr einstürzender Holzbalkendecken und Holztragekonstruktionen. Daher sind die Bekämpfung und eine anschließende Tragwerkssanierung in allen Bundesländern in allen Landesbauordnungen bauaufsichtlich gefordert. In Sachsen und Thüringen ist er sogar meldepflichtig. Also: weggucken gilt nicht.