Holzfenster und Kunststofffenster

Ob Holz oder Kunststoff das beste Material ist, bleibt wohl eine ewige Diskussion. Nach wie vor halten sich hartnäckige Vorurteile bei diesen Werkstoffen. Dabei bekommt man bei beiden Fenstern heutzutage sehr gute Qualität.

Kunststofffenster 

Die Allrounder, könnte man sie nennen – erhältlich in einer großen Farb- und Formvielfalt. Aber komplett wartungsfrei? So ganz stimmt das nicht. Alles was lange halten soll, muss hin und wieder geprüft werden. Bei guten Kunststofffenstern ist der Pflegebedarf zwar auf ein Minimum reduziert, Beschläge und Profile müssen jedoch viel aushalten. Verziehen sich Beschläge oder lösen sich Verleimungen, sind Reparaturen eher schwierig. Trotz hoher Qualität ist es ratsam, regelmäßig einen Blick auf die Fenster zu werfen. So halten diese ca. 50 Jahre. 

Holzfenster

Natürlich ökologisch! Robust und formstabil, sorgen Holzfenster zudem für ein gutes Raumklima. Holzkenner schwören auf dieses Material. Qualität muss hier zwar mehr bezahlt werden, macht sich aber auch bezahlt – mit über 100 Jahren Lebensdauer. Man darf nicht vergessen, dass das nur möglich ist, wenn die Pflege stimmt, die deutlich intensiver erfolgen muss. Das schreckt die meisten ab. Doch pflegen heißt nicht gleich aufwändiges Streichen. Einmal im Jahr eine Reinigungsmilch vom Händler auftragen, zum Beispiel in Verbindung mit dem Fensterputzen. Die Beschichtung und der Schutz vor Witterungseinflüssen werden aufgefrischt. Vorteil bei Holzfenstern: Reparaturen sind leichter ausführbar. 

Fazit

Qualität hat bei beiden Fensterarten seinen Preis, den man auch bezahlen sollte. Perfekte Ausführung bei Herstellung und Einbau, sowie Pflege und Wartung danach sind wichtig für ein langes Fensterleben.

Carport: Die Wahl der Dachform

Mit der richtigen Wahl der Dachform kann man ein Carport optimal in das Umfeld integrieren oder bewusst Akzente setzen.

Oft wird geraten, Carports dem Wohnhaus entsprechend anzupassen. Einschränkungen gibt es hierbei aber nicht.

Flach- und Pultdächer

Flach- bzw. Pultdächer sind die verbreitetesten Formen bei Carports. Sie sind einfach im Aufbau und dadurch kostengünstig in der Ausführung. Das Flachdach erklärt sich von selbst. Besonderheiten gibt es keine, es ist wenig anspruchsvoll und wird als einfache Variante verwendet.

Ein Pultdach hat nur eine geneigte Dachfläche. Es punktet vor allem mit optischen Aspekten. Dachbegrünungen sind bei dieser Form gut angelegt. Carports mit einem Pultdach werden häufig als Nebengebäude genutzt und sind direkt an ein Wohngebäude angebaut. Dadurch schaffen sie Platz für anderweitige Nutzung.

Walm- und Satteldächer

Aufwändiger, kostenintensiver und statisch anspruchsvoller sind diese Formen der Carport-Dachgestaltung. Satteldächer verschaffen den Eindruck eines einzelnen Gebäudes, die zeitlose Dachform ist bei den meisten Wohnhäusern zu finden. Bei dem Walmdach sind alle vier Seiten abgeschrägt, wodurch es weniger Angriffsfläche für Wind und Wetter bietet. Es ist eine der ältesten Formen.

Nachhaltige Nutzung

Dachbegrünungen verlängern deutlich die Lebensdauer. So schützen sie unter anderem vor Hagel, dienen der Wasserrückhaltung und bieten eine ökologische Ausgleichsfläche – und wirken optisch gut, wenn das Carport zum Beispiel am Übergang vom Haus zum Garten steht.  

Solarzellen sind dann sinnvoll, wenn die Rahmenbedingungen, wie zum Beispiel Ausrichtung und Neigung des Carportdachs stimmen. Dann rechnet sich die Anschaffung schnell. Hierbei kann man sich über die verschiedenen Förderungsmöglichkeiten informieren und den Platz auf dem Dach optimal nutzen.

Hagelschäden an Fassaden

Unwetter werden immer häufiger – und lassen auch die Gefahr von Hagelschauern steigen. Diese wiederum ziehen Gebäudefassaden zunehmend in Mitleidenschaft. Wie stark, ist abhängig von Material und Aufbau der Fassade:

Klinker: Wer eine Fassade aus Klinker hat, wird die wenigsten Schäden erwarten dürfen, denn Klinker besitzen die größte Widerstandskraft und halten somit stand. Was sich durch den Hageleinschlag hier ablösen kann, sind lediglich Verwitterungsrückstände auf der Patina, der äußersten Fassadenschicht, also eine rein optische Beeinträchtigung. Der Stein an sich nimmt keinen Schaden.

Holz: Deutlich sichtbare Ausfaserungen und Abdrücke wird man hingegen an Holzfassaden finden können, denn Holz ist weicher und anfälliger. Schäden können hier durch Anschleifen des Holzes und eine neue Lasur beseitigt werden.

Kunststoff: Kritischer wird es bei Kunststofffassaden. Bei einem kräftigen Hagelschauer können zum Beispiel Einschlaglöcher entstehen. Bei einem Wärmedämmverbundsystem kann der Strukturputz abplatzen und das Gewebe freilegen. Hier ist es notwendig, die oberste Lage aus Armierung und Putz komplett zu erneuern.

 

Gut zu wissen: Hagel-Widerstandsklassen

Gut ist es daher, die Einteilung der Widerstandsklassen zu kennen. Die Stabilität wird durch die Hagelwiderstandsklassen eins bis fünf definiert. Diese geben Auskunft über die Stoßfestigkeit der Baumaterialien gegenüber Hagelschlägen. Klasse eins weist den geringsten Widerstand aus. Ein Putz mit diesem Kennwert hält beispielsweise Hagelkörnern bis zehn Millimeter Durchmesser stand. Klasse fünf bietet den höchsten Widerstand für einen Körnerdurchmesser bis 50 Millimeter, dazu zählt der Klinker. Je nach Hagelaufkommen reichen Bauteile mit der Klasse drei für eine resistente Hülle.

 

Genauer hinschauen

Die Alterung einer Fassade bringt Störungen im Materialverbund mit sich und senkt somit die Widerstandskraft. Nach einem Hagelsturm sollte man daher alles genau begutachten. Denn nicht nur die Oberfläche, sondern auch die Innenstruktur kann beschädigt sein und somit Wasser in die Fassade gelangen. Dies wiederrum bietet Nährboden für Schimmel oder könnte beim Gefrieren den Putz aufzusprengen. Also lieber zweimal hinsehen, um gegen Folgeschäden gewappnet zu sein.

Holzschutz – ist er immer notwendig?

Ob statische oder nicht statische Konstruktionselemente: Holzschutz ist nicht einfach mal hergezaubert.

Hölzer sind unterschiedlich resistent gegen Befall durch holzzerstörende Insekten oder Pilze. Durch verschiedene konstruktive Wege und die richtige Wahl der Holzart kann auf manchen chemischen Holzschutz verzichtet werden, denn nicht jedes Holz benötigt die gesamte Bandbreite an Holschutzmitteln. Deshalb: Bevor Sie sich giftiger Substanzen bedienen, sind Zurückhaltung und eine genaue Planung geboten.
 

Von Resistenz- und Gebrauchsklassen

Hölzer unterteilt man in sogenannte Resistenzklassen von eins bis fünf. Vertreter der Klasse 1 sind besonders resistent gegen holzzerstörende Insekten oder Pilze, jedoch finden sich dort nur importierte, meist tropische Baumarten. Ab Klasse 2 finden wir bekannte Arten wie beispielsweise die europäische Eiche. Diese sind im Gegensatz zu den Hölzern der Klasse 1 („sehr dauerhaft“) nur „dauerhaft“ resistent.
 
Eine Einteilung findet ebenso bei den Gebrauchsklassen / Gefährdungsklassen statt. Dort werden verschiedene Gebrauchsbedingungen widergespiegelt, welche die Anforderungen von Holzschutzmitteln definieren. Ob Innen- oder Außenbauteile, die Feuchtigkeit und somit die Anfälligkeit für verschiedene holzzerstörende Pilze oder Insekten ist je nach Gebrauch unterschiedlich. Abgedeckte Bauteile ohne Bodenkontakt (z.B. im Dachgeschoss) müssen nicht in jedem Fall gegen Pilzbefall geschützt werden, aber das hängt natürlich auch von der Dauerhaftigkeit des verwendeten Holzes ab.
 
Wichtig ist, sich als Bauherr immer sehr gut beraten zu lassen und sich zu informieren, denn er entscheidet als Auftraggeber über die anzuwendenden Holzschutzmaßnahmen. Und wer möchte schon unnötig Chemikalien in den eigenen vier Wänden haben?

Energiesparen mit dem Wärmedämmverbundsystem

Bei den steigenden Energiepreisen wird es immer wichtiger, möglichst sparsam zu sein. Bei Umbauten oder Neubauten kann ein Wärmedämmverbundsystem (WDVS) viel bewirken. Dabei sollte man Kosten kontrollieren und auf eine perfekte Ausführung achten.

Drei Hauptkomponenten sind Bestandteil des WDVS. Dämmplatten, Armierung und Oberputz werden auf die tragende Außenwand aufgebracht. An erster und natürlich wichtigster Stelle stehen die Dämmplatten, welche mit Dübeln befestigt oder auf die Außenwand geklebt werden.
Die Armierungsschicht wird auf die gesamte Dämmplattenschicht aufgebracht. Diese besteht aus Armierungsmörtel und -gewebe. Diese Schicht trägt den Oberputz und soll vermeiden, dass sich Risse bilden.

Der U-Wert

Wie viel Energie spart welcher Dämmstoff? Der U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) gibt Antwort. Je niedriger Dieser, desto weniger Wärme fließt durch den Dämmstoff und das spart Energie.
Bewährt haben sich Dämmungen aus expandiertem Polystyrol (EPS) oder Mineralwolle. Sie nehmen kaum Wasser auf, sind langlebig und isolieren gut. Genormte und bauaufsichtlich zugelassene Systeme sollten gekauft werden, denn hier hat die Qualität höchste Priorität.

Sachgemäße Montage

Ein Wärmedämmverbundsystem zu montieren, ist sehr aufwendig. Das komplette Gebäude muss eingerüstet werden und plötzliche Wetterextreme bei der Bauphase führen eventuell zu Schäden. Das bringt nicht nur Ärger, sondern auch unvorhergesehene Kosten. An den Handwerker, welcher das WDVS anbringt, werden hohe Anforderungen gestellt. Bei unsachgemäßer Ausführung sind z.B. Risse am Außenputz, Schimmel- und Algenbildung die Folgen.

Vorteile des WDVS

Sparen - ein Vorteil, welcher wohl der Hauptgrund ist, ein Gebäude mit WDVS auszustatten. Heizkosten können minimiert werden, weil die gedämmten Wände die Wärme dort halten, wo sie sein soll, nämlich im Haus. Großer Vorteil ist auch, dass die Dämmung nachträglich angebracht werden kann, was das Sanieren wesentlich attraktiver macht.
Also: Informieren Sie sich und sparen Sie für sich und die Umwelt!