Ein Multitalent – die abgehängte Decke

Die Decke bietet die geeignetste Fläche in einem Raum für eine nachträgliche Dämmung. Die Methode der abgehängten Decke wird hierbei oft eingesetzt.

Sie ist vielseitig verwendbar und durch unterschiedlichste Systeme sehr anpassungsfähig, sodass der Wohnraum damit individuell gestaltet werden kann.

Verwendung

Am häufigsten wird eine abgehängte Decke für die zusätzliche Wärmedämmung genutzt. Bei hohen Räumen kann die Fläche des Wohnraums verkleinert werden, um somit Heizenergie zu sparen. Zudem bietet sie sich zum nachträglichen Luftschallschutz an, sodass der Lärm- und Geräuschpegel (zum Beispiel gegenüber dem Nachbarn) gemindert wird. Aber auch zum Verdecken von störenden Rohren, Leitungen und Mängeln können abgehängte Decken verwendet werden.

Aufbau und Material

Und so geht´s: Die Konstruktion wird wie eine zweite Ebene unter die vorhandene Decke eingezogen. Das Material spielt eine wichtige Rolle, vor allem dann, wenn man eine dämmende Wirkung erzielen will. Der Aufbau besteht meist aus Metallprofilen, die in die vorhandene Decke eingebracht und mit Platten beplankt werden. Im Vordergrund steht dabei die Kombination aus Oberflächenmaterial und Dämmstoff. Besonders verbreitet sind Mineralfaser-, Gipskarton- oder gelochte Metallplatten hinterlegt mit Vlies.

Tipp: Abgehängte Decken sind nicht nur praktisch einsetzbar. Auch Lichtsysteme für optische Highlights und indirekte Beleuchtung lassen sich leicht installieren. Lassen Sie sich inspirieren – rücken Sie Ihren Wohnbereich in ein neues Licht.

Gut gedämmt beim Dachausbau

Über das Dach können bis zu 20 Prozent Energie verloren gehen. Es sollte also gut überlegt sein, welche Art der Dämmung beim Dachausbau zum Einsatz kommt.

Der Wärmedurchgangswert (U-Wert) ist hierbei ausschlaggebend und sollte 0,24 nicht überschreiten. Ein möglichst geringer Wert ist zudem von Vorteil, da zukünftig die Anforderungen an die Dämmung in Bezug auf die EnEV steigen werden. Beim Dachausbau gibt es drei Möglichkeiten der Ausführung.

Zwischensparrendämmung

Bei nachträglichem Dachausbau kommt meist diese Art zum Einsatz. Der Dämmstoff wird einfach in passenden Stücken zwischen die einzelnen Sparren geklemmt. Es kommt immer häufiger vor, dass die Sparren aufgedoppelt werden müssen, da die Dicke des Dämmstoffs in den letzten Jahren zugenommen hat, um eine optimale Dämmwirkung zu gewährleisten. 

Aufsparrendämmung

Eine Aufsparrendämmung ist nur mit einer Neueindeckung des Daches möglich. Sie wird oberhalb der Sparren als eine durchgehende Ebene aufgebracht – erst danach erfolgt die Deckung. Dadurch ergibt sich eine sehr gute Dämmwirkung. Es gibt keinen Wohnraumverlust und raumseitig ist das Gebälk und die Holzschalung zu sehen. 

Untersparrendämmung

Diese Methode bietet sich als Zusatz an, wenn ein höherer Dämmwert bei schon bestehender Zwischensparrendämmung gefordert ist. Allerdings entsteht ein Wohnraumverlust, da die Dämmung raumseitig an die Sparren angebracht werden muss. Neben diesem Aspekt gibt es noch einen entscheidenden Nachteil: Es kommt kein ausreichend geringer U-Wert zustande. Eine Untersparrendämmung ist also nicht als alleinige Wärmedämmung geeignet. 

Übrigens: Wie bei fast jeder Energiesparmaßnahme kann man sich auch im Fall Dachausbau über Förderungen informieren.

Wandabdichtung im Keller

Die sprichwörtliche Basis eines jeden Gebäudes ist ein trockenes Grundmauerwerk. Feuchtigkeit im Keller wirkt sich auf den gesamten Bau aus und kann enorme Schäden verursachen. Wie kann man das verhindern?

Vertikalabdichtung

Durch dieses Verfahren wird die anstehende Feuchtigkeit aus dem Erdreich daran gehindert, in die Wand einzudringen. Dabei unterscheidet man die vertikale Außen- und Innenwandabdichtung. Außenwandabdichtungen sind überwiegend aus Bitumenbeschichtungen und müssen der Bodenfeuchte sowie drückendem und nicht drückendem Wasser standhalten. Mit Hilfe einer Dränage kann dieses abgeleitet werden. Eine Innenwandabdichtung wird dann ausgeführt, wenn sie von außen nicht möglich oder wirtschaftlich unvertretbar ist. Sie stellt also eher einen Kompromiss dar, da die Wand nur von innen trocken bleibt. 

Horizontalsperre

Die Horizontalsperre schützt vor kapillar aufsteigender Feuchtigkeit und sollte unter allen Kellerwänden vorhanden sein. Ohne sie würden die Wände Nässe aus dem Boden ziehen und weiterleiten, bis zur kompletten Durchfeuchtung. Die Sperre ist ein Standard bei Neubauten, in alten Gebäuden findet man sie teilweise gar nicht. Sie besteht meist aus Bitumenbahnen oder dicken Folien. Werden diese bei der Sanierung nachträglich eingebracht, kommt beispielsweise das Injektions- oder Sägeverfahren zum Einsatz. 

Nachträgliche horizontale Mauerwerksabdichtung

Bei einer nachträglichen Abdichtung unterscheidet man zwei Vorgehensweisen. Beim Mauersägeverfahren werden Trennungen, zum Beispiel Stahlplatten, in eine aufgesägte Fuge eingebracht. Durch die trennende Lage wird das Wasser am Aufsteigen gehindert. Beim Injektionsverfahren erfolgt hingegen die Behandlung des Baustoffes. Dies verengt bzw. verschließt die Poren im Mauerwerk, sodass das Wasser nicht mehr durch Kapillarität gezogen werden kann.

Fehlerfrei und fachgerecht ausgeführt sorgen alle Abdichtungen für ein langes Gebäudeleben.
 

Ästhetische und umweltfreundliche Solarmodule

Die iF International Forum Design GmbH hat auch dieses Jahr wieder Awards in verschiedenen Kategorien für die Produktgestaltung verliehen und besondere Leistungen ausgezeichnet.

Dazu gehört der iF material design award. Bei diesem Preis steht das verwendete Material des Produktes im Vordergrund. Es gilt als wichtiger Bestandteil des Designs und verleiht ihm Einzigartigkeit. Ökologische Werkstoffe und Umweltschutz gewinnen dabei mehr und mehr an Bedeutung. Zu den Gewinnern 2012 zählt die Firma Odersun mit ihren Photovoltaikanlagen. Diese zeigen, wie man Nachhaltigkeit als Bauelement nutzen kann. Dafür erhielt die Firma den Award in Gold.

Leistung und Aussehen vereint 

Umweltfreundliches Bauen hat schon lange einen hohen Stellenwert. So ist es nicht verwunderlich, dass Solaranlagen nicht mehr nur auf Dächern zu finden sind. Die Bauelemente mit Solarzellen werden für die Gebäudehülle konzipiert und integrieren sich somit als Gestaltungselement in die Architektur. Die einzelnen Produkte werden individuell angefertigt und variieren in Größe, Form, Materialien und Aufbau. Durch ihren Einsatz wird der CO2-Ausstoß eines Gebäudes gesenkt. Hier treffen Effizienz und Nachhaltigkeit aufeinander.

Solarzellen als fester Bestandteil 

Feste Gebäudeteile, wie Wände, Fenster und Sonnenschutz können von Solarmodulen ersetzt werden. Als stabile Elemente machen sie umweltfreundliches Bauen attraktiver und gestalten die Architektur auf eine ganz besondere Weise. Damit wird ein neuer Trend gesetzt, der sich mit Sicherheit in den nächsten Jahren fortsetzen wird. Denn was ist wohl sinnvoller als ein Sonnenschutz mit Solarzellen?

Erdwärme statt Öl und Gas

Effizient, sparsam und ökologisch heizen – Erdwärmepumpen sind elektronisch angetrieben und werden seit Januar 2008 gefördert.

Bei Neubauten lohnt sich die Investition. Erdwärmepumpen werden mit Strom betrieben und sind so günstiger als Öl- und Gasheizungen. Stammt der verwendete Strom zudem noch aus erneuerbaren Energien, leistet man einen großen Beitrag für die Umwelt. Bei Altbauten lohnt sich eine Umrüstung meist nicht, da hier ein kompletter Umbau notwendig wäre. 

So funktioniert eine Erdwärmepumpe

Die Wärme kann durch Erdwärmekollektoren oder Sonden aus dem Erdreich abgeführt werden. Kollektoren sind vertikal verteilt, ca. zwei Meter tief. Sie brauchen viel Fläche. Sonden werden durch Bohrungen in mehr als 50 Meter Tiefe eingesetzt, das erfordert weniger freie Grundstücksfläche, ist aber sehr kostenintensiv. Bei beiden Verfahren kann die Wärme entweder der Erde oder dem Grundwasser entzogen werden. Die Wärmepumpe erhöht diese bis zur benötigten Temperatur und führt sie in den Wärmekreislauf des Gebäudes ein.

Was man wissen sollte

- Vor allem bei der Erdwärmepumpe sollte das Gebäude sehr gut gedämmt sein, damit sich der Aufwand wirklich lohnt. Das spricht mitunter gegen einen Einsatz in Altbauten.

- Eine Wärmepumpe steht immer in Verbindung mit einer Fußbodenheizung. Auch das sollte bei der Planung beachtet werden.

-  Aufgrund des hohen Geräuschpegels ist es am besten, einen extra Raum mit genügend Platz dafür einzuplanen.

- Bei der Beantragung eines solchen Bauvorhabens gibt es regionale Unterschiede. In jedem Fall sollte es eine Abstimmung mit dem Energieversorger geben, denn eine solche Anlage zieht viel Strom. Manche Anbieter haben dafür einen günstigeren Tarif und bauen dann einen extra Stromzähler ein.

Ausschlaggebend für eine Erdwärmepumpe ist die Jahresleistungszahl. Diese kann man sich von Experten berechnen lassen, um genau planen zu können, welche Anlage geeignet ist und ob sich eine solche überhaupt lohnt.