Bessere Luft zum Atmen

Schlechtes Raumklima macht krank. Ausgesuchte Zimmerpflanzen können da Abhilfe schaffen – ganz natürlich!

Der Mensch verbringt mindestens zwei Drittel seiner Lebenszeit in Innenräumen. Gute Raumluft trägt maßgeblich zur Steigerung des Leistungsvermögens bei und ist unbestritten wichtig für Wohlbefinden und Gesundheit. Aber was bringt Lüften in der Großstadt? Und wie kann man sich und seine Schleimhäute gegen trockene Büroluft  durch Klimaanlagen schützen? Was tun gegen chemische Ausdünstungen von Möbeln und Böden, die oft Kopfschmerzen hervorrufen?

Bessere Raumluft, weniger Schadstoffe

Ein Klassiker: der berühmte Ficus Benjaminus oder auch der Gummibaum. Beide filtern schädliches Formaldehyd aus der Luft und sind dabei unschlagbar pflegeleicht. Aber es gibt weitaus mehr Pflanzen, die als Luftreiniger, Sauerstoff- und Feuchtigkeitslieferanten in Frage kommen: Gewächse wie Fensterblatt, Papyrus- oder Zyperngras können über die Blattoberfläche viel Wasser verdunsten und so die Atemluft anfeuchten. Das schafft auch die Gerbera, die mit ihren schönen Blüten nicht nur als effektiver Schadstoffvernichter wirkt, sondern auch noch hübsch anzusehen ist.

Ein wahrer Alleskönner scheint das Einblatt: Es blüht regelmäßig, gibt viel Feuchtigkeit ab und entfernt besonders gut Alkohole, Aceton, Trichlorethylen, Benzol und Formaldehyd aus der Luft. Pflanzen wie Birkenfeige und Zimmeraralies sollen angeblich innerhalb weniger Stunden 80 Prozent des Formaldehydgehaltes aus der Luft aussondern. Der Schlangenwurz ist eine immergrüne Staude, die hervorragend Ammoniak filtert. Einer der ältesten Pflanzen der Welt, der Schwertfarn, absorbiert Schadstoffe ebenfalls effektiv, ist ein großartiger Luftbefeuchter und vermittelt – gut gepflegt – ein bisschen Exotik. Besonders für das Schlafzimmer geeignet: die echte Aloe, Bogenhanf oder Osterkaktus. Sie nehmen nachts Kohlendioxid auf und geben Sauerstoff ab. Die Fenster können dabei auch geschlossen bleiben.

Schattige Balkone oder direkte Sonne – welche Pflanzen sind geeignet?

Bei der Bepflanzung des Balkons ist es wie mit Immobilien-Preisen: Es kommt auf die Lage an – eine Einführung für Anfänger.

Mit dem Frühling beginnt wieder die richtige Zeit, den Balkon zu verschönern. Wer nicht gerade einen japanischen Zen-Garten anlegen will, muss nur ein paar Dinge wissen: Die meisten Pflanzen lassen sich wunderbar in Kübeln oder in Töpfen kultivieren, deshalb kann man  mit fast jeder Pflanze den Balkon begrünen. Ob einen Monat früher oder später gepflanzt wird ist nicht so wichtig, es darf nur keine Nachtfröste mehr geben.

Die typischen Balkonpflanzen sind zum Beispiel Geranien, Petunien, Begonien, Männertreu, Stiefmütterchen und Margariten. Einfach bunt in Balkonkästen zusammengewürfelt sehen sie schon toll aus. Die dichten Blütenteppiche, die man mancherorts die Balkonbrüstungen hinab wachsen sieht, sind übrigens gut gepflegte Petunien oder Geranien.

 

Die passende Pflanze für jeden Balkon

 

Doch jede Pflanze hat unterschiedliche Bedürfnisse, was die Sonnenlage angeht. Es reicht also nicht, fröhlich drauf los zu pflanzen und umzutopfen.

Ein Balkon in voller Sonnenlage kann sich beispielsweise mit Geranien, Zinnien, Mittagsgold oder Vanilleblume schmücken. Zeitweilig beschattete Balkone sind ideal für Engelstrompeten, Dahlien oder Männertreu. Manche Sorten gedeihen sogar viel besser im Schatten, während sie in der Sonne alles hängen lassen, nur spärlich oder gar nicht blühen. Funkien und auch Farne sind für den Schatten die idealen Kübelpflanzen. Begonie, Fuchsie oder Efeu mögen überhaupt keine direkte Sonne. Hier sei für den Anfänger mit Nordbalkon besonders der Efeu empfohlen, da er sich auch noch besonders gut eignet, unschöne Ecken durch üppigen und blickdichten Wuchs zu verstecken.

Einer der schnellwachsenden Efeuarten heißt übrigens „Selbstklimmender Mauerwein 'Engelmannii'“. Absolut robust schafft es diese Pflanze, an fast allen Oberflächen empor zu klettern. Im Herbst färbt sich das ansonsten grüne Blattwerk dann wunderschön goldrot. Aber Achtung: Mit einer Höhe von  bis zu 6 Metern kann er allerdings auch problemlos zum Nachbarbalkon hochklettern, was nicht jeden freut!

Kleiner Raum, was tun? Oder: Wann ist eine Küche eine Küche?

Angeblich ist die Hälfte aller deutschen Küchen unter 10 Quadratmeter groß. Wie bringt man da eine Küche unter?

Eines ist klar: Damit die Küche ein geselliger Ort zum Essen, Trinken und Reden wird, braucht es eigentlich keinen großen Platz. Das beweist jede zweite Party: Wenn sich alle Gäste stehend in die dafür viel zu kleine Küche drängen, obwohl reichlich Platz in den anderen Wohnräumen vorhanden ist.

In der richtigen Farbe und mit der richtigen Beleuchtung kann man viel Flair hinzaubern. Aber wie sieht es aus mit der Funktionalität? Auch klar: Bei wenig Platz müssen Prioritäten bei den Gerätschaften gesetzt werden. Braucht es wirklich Geschirrspüler, Mikrowelle UND Herd? Oder reichen zwei Kochplatten?


Aufwendige Planung versus Kompaktküche


Die individuelle Planung auch der kleinsten und einfachsten Küchenzeile (bis 140 Zentimeter Breite) kann beim Profi-Planer (mit Aufbau und Lieferung) schnell über 2500 Euro kosten (inklusive Kühlschrank, Spüle, Armatur und zwei Herdplatten).

Alternativ und für Singles und Studenten sehr beliebt: die Kompaktküche, die der Handel längst als Produktbereich entdeckt hat - In einem Block mit zwei Türen, darin ein Kühlschrank, oben auf die Spüle und zwei Herdplatten. Gibt es schon ab 400 Euro in der allereinfachsten Version. Und ohne Armatur. Warum das so ist, weiß nur der Handel.

Noch kleiner mit 100 Zentimeter Breite, aber dafür extrem stylisch und angesagt ist die sogenannte „Kitcase Kitchen“ oder Mobilküche.
Mit über 2300 Euro schlägt diese allerdings auch die individuell geplante Miniküche im Preis. Das Case wurde ursprünglich für Messen und Touren konzipiert: schwarzer Kunststoff mit Alu-Rahmen auf Rädern. Alles drin und dran. Sieht aus wie ein Koffer, ist auch einer. Man kann ihn auch einfach zuklappen, sollte man dem Besuch vorgaukeln, man habe die Wohnung noch nicht fertig eingerichtet und die Koffer noch nicht ausgepackt...

Nach dem Zahlen ist vor dem Sparen: Handwerkerrechnungen steuerlich absetzen

Handwerkerrechnungen schlagen mitunter schwer zu Buche – vor allem dann, wenn die Kosten ursprünglich nicht eingeplant waren. Wie Sie dennoch etwas Geld wieder herausholen können, wenn der Keller trocken oder das Dach repariert ist? Mit der jährlichen Steuererklärung!

Mit dem Ziel, die Schwarzarbeit im Handwerk weiter einzudämmen, hat der Gesetzgeber zum 01. Januar 2009 den Steuerbonus für Handwerkerrechnungen verdoppelt. Privatpersonen können dadurch jährlich bis zu 6.000 Euro geltend machen und dabei bis zu 20 Prozent, also maximal 1.200 Euro, erstattet bekommen. Dies gilt für alle Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen – selbst dann, wenn die anfallenden Reparaturarbeiten bereits durch eine Hausrat- oder Wohngebäudeversicherung abgedeckt sind.

Wichtig: Handwerkerrechnungen richtig aufschlüsseln lassen

Damit Ihre Rechnungen problemlos akzeptiert werden, müssen Sie einige wichtige Voraussetzungen beachten:

  • Diese beginnen bereits im Kopfteil der Rechnung – dieser muss sowohl den vollständigen Namen als auch die komplette Anschrift von Bauunternehmen und Rechnungsempfänger beinhalten.

  • Eine Steuernummer bzw. Umsatzsteueridentifikationsnummer des Rechnungsstellers muss ebenfalls an-
    geführt werden.

  • Eine Rechnung ist nur dann komplett, wenn sie eine Rechnungsnummer, das Rechnungsdatum und auch den Zeitpunkt der Leistungsausführung enthält.

  • Art und Umfang der erbrachten Leistungen müssen eindeutig bezeichnet werden. Wichtig ist hierbei vor allem, dass Material- und Arbeitskosten (Lohn, Personal, Fahrtkosten) inkl. Mehrwertsteuer separat aus-
    gewiesen werden, da nur letztere steuerlich geltend gemacht werden können.

  • Am Ende der Rechnung stehen die zu zahlende Summe sowie der geltende Umsatzsteuersatz.

 

Nur Bares ist Wahres – jedoch nicht bei Handwerkerleistungen

Wer Handwerkerrechnungen steuerlich geltend machen möchte, muss wissen, dass Barzahlung oder Zahlungen ohne Rechnung vom Finanzamt nicht akzeptiert werden. Der Einkommenssteuererklärung sind demnach eine Rechnungskopie sowie ein Nachweis der getätigten Banküberweisung beizufügen.

Und auch danach heißt es: Belege sorgfältig aufbewahren! Für Privatpersonen gilt dabei eine Pflicht von zwei Jahren. Innerhalb dieses Zeitraumes drohen Bußgelder, wenn die betreffenden Rechnungen nachträglich nicht vorgewiesen werden können. Und auch für mögliche Gewährleistungsansprüche empfiehlt es sich stets, Rechnungen gut abzuheften.

Tipp für Häuslebauer: Die Förderprogramme der KfW

Ein Blick in die Förderprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) kann sich lohnen – und bei Bau- oder Sanierungsmaßnahmen bares Geld sparen.

Vom altersgerechten Umbauen bis zum Energiesanieren können Immobilienbesitzer auf ihre Kosten kommen – die KfW vergibt im Rahmen von Förderprogrammen Investitionszuschüsse oder Kredite für verschiedenste Baumaßnahmen. Die wichtigsten davon finden Sie hier im Überblick.

Energieeffizient bauen

Werden Sie Vorreiter in Sachen Klimaschutz! Egal, ob Sie Ihr Eigenheim selbst bauen oder einen Neubau kaufen möchten – die KfW fördert besonders energieeffiziente Wohngebäude mit vergünstigten Zinssätzen und Tilgungszuschüssen. Und auch einzelne Maßnahmen wie die Nutzung von Solaranlagen oder kombinierter Anlagen zur Strom- und Wärmeerzeugung werden mit speziellen Darlehen unterstützt.
Was Sie dabei beachten müssen: Ihr Haus muss die Kriterien eines KfW-Effizienz- oder Passivhauses erfüllen. Trifft dies zu, ist schnelles Handeln gefragt: Der Antrag wird bei der Hausbank beantragt – und zwar dem Baubeginn oder Kauf der Immobilie. 

Energieeffizient sanieren

Auch Sanierungsmaßnahmen werden von der KfW belohnt. Zuschüsse für Selbstfinanzierer oder komplette Kreditpakete gibt es dann, wenn entweder die eigene Immobilie umfassend energiesaniert oder entsprechender Wohnraum käuflich erworben wird. Wichtig ist auch hier, dass dabei die Standards des KfW-Effizienzhauses erfüllt werden.

Seit dem 01. März 2011 sind auch Einzelmaßnahmen Teil des Förderprogramms. Diese beinhalten die Dämmung des Gebäudes, den Einbau neuer Heizungs- und Lüftungsanlagen sowie Fenster. Allerdings nur unter einer zentralen Bedingung: Es muss sich um hoch effiziente Modernisierungsschritte handeln. Das bedeutet: Der Einbau dreifach verglaster Fenster wird nur dann unterstützt, wenn die Außenwände bereits gut wärmegedämmt sind.

Sie möchten auf der sicheren Seite sein und professionelle Unterstützung hinzuziehen? Kein Problem – auch der Einsatz eines Energieberaters wird mit bis zu 50 Prozent der Kosten bezuschusst.

Kredite beantragen Sie vor der Sanierungsmaßnahme bzw. vor dem Kauf der Immobilie bei Ihrer Hausbank, bei Zuschüssen wenden Sie sich hingegen direkt an die KfW.

Altersgerecht umbauen

Auch im Alter höchste Wohnqualität genießen – dies wird mit Sanierungsmaßnahmen möglich, die sich an den körperlichen Einschränkungen des Alters orientieren. Und von der KfW unterstützt werden: so zum Beispiel die Erschließung Rampen und Aufzugsanlagen, die Anpassung von Raumverteilungen und Raumgrößen sowie Sicherheitssysteme speziell im Sanitärbereich. Alle Maßnahmen finden Sie hier im Überblick.

Kommt ein aufwendiger Umbau für Sie nicht in Frage, wird auch der Erwerb einer altersgerechten Wohnimmobilie gefördert – mit einer Kreditfinanzierung oder entsprechender Zuschüsse der KfW.

Weitere Informationen zu den Förderprogrammen finden Sie direkt bei der KfW.